AKS: Wiener Reformoffensive muss Signalwirkung für gesamtes Bildungssystem haben

AKS fordert grundlegenden Modernisierungsschub für verkrustete Schulstrukturen

Wien (SK) Auf die Signalwirkung eines Modernisierungsschubs im Wiener Schulwesen für das gesamte Bildungssystem hofft die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS). Mit Mut zur Reform und kantigem Profil muss ein starker Kontrast zum "konzeptlosen Flickwerk" von Bildungsministerin Gehrer gezeichnet werden. "Die Schulorganisation muss sich den SchülerInnenströmen und nicht umgekehrt anpassen. Die Krise im Mittelschulbereich und die Schulabweisungen in der Oberstufe müssen eine grundlegende Reform nach sich ziehen", bekrittelte Oliver Prausmüller, Bundesvorsitzender der AKS. "Kernstück müssen die gemeinsame Schule der 10-14jährigen und die Umwandlung der Oberstufe in ein Modulsystem sein. Die aufgebauten Schulverbünde in Wien übernehmen eine Vorreiterrolle im Überwinden verkrusteter Schulstrukturen ein", so der SchülerInnenvertreter weiters.

Die Trennung der Mittelstufe in Hauptschule und Gymnasium wird von Prausmüller als "antiquiertes Auslaufmodell" bezeichnet. "Begabungsförderung für alle und ein völliger Abbau sozialer Barrieren" sind laut dem Vorsitzenden nur in einer gemeinsamen Schulorganisation zu erreichen. Die individualisierten Interessen der Auszubildenden müssen eine Flexibilisierung der Schulorganisation laut dem AKS-Vertreter nach sich ziehen. "Zur Zeit kann ein/e GymnasiastIn nicht einmal z.B. 'Marketing' als Bildungsangebot einer Handelsschule in Anspruch nehmen. Die negative Beurteilung in einem einzigen Fach kann nach wie vor das Wiederholen eines ganzen Jahres z.B. in zwölf anderen Fächern erzwingen", übte Prausmüller Kritik an den eingefahrenen Strukturen des österreichischen Bildungssystems. "Die Zielrichtung muss in einer Gliederung der Bildungsangebote nach dem modulartigen Besuchen von Kursen liegen. Diese können infolge aufbauend absolviert werden. Solchermaßen können individuelle Schwerpunkte gesetzt und ineffiziente Bildungseinbahnen vermieden werden", skizzierte der SchülerInnenvertreter die Zielrichtung.

"Bildungspolitisches Profil muss der rückschrittlichen Bildungspolitik dieser Bundesregierung entschiedenst entgegengestellt werden. Die jahrelange Blockade weitsichtiger Reformen durch Bildungsministerin Gehrer muss ihr Ende finden", so Prausmüller abschließend. (Schluss) ps/mp

Rückfragehinweis: Oliver Prausmüller, 0699-114 08 142

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