Gewerbeverein: Uni-Professor Schneider lobt weiterhin Schwarzarbeit

Wien (OTS) - Wirtschaftspolitik-Professor und Schattenwirtschaftsexperte Schneider von der Uni Linz scheint ein Wiederholungstäter aus Überzeugung zu sein. Im angesehenen deutschen Wochenmagazin "Die Zeit" fabulierte er schon im Oktober 1996:
"Schwarzarbeit ist per se gar nichts Schlechtes. Im Gegensatz zu anderen Formen der Kriminalität bedeutet sie zugleich Wertschöpfung und Leistungsbereitschaft." Folgt man dem Herrn Professor schlüssig, ist Drogenhandel per se nichts Schlechtes: Er fördert Wertschöpfung bei Sozialarbeitern und in Entzugskliniken und die Leistungsbereitschaft von Dealern - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV). Schon damals hat der ÖGV den hohen Herrn der Scientific Community scharf zurechtgewiesen.

Nun braucht Schneider offensichtlich wieder öffentliches Aufsehen, ohne das er Entzugserscheinungen hätte. "Die wachsende Schattenwirtschaft biete vielen "offiziell" Beschäftigten zusätzliche Verdienstmöglichkeiten", so Schneider. Das führe zwar zu Auftragsverlusten in der offiziellen Wirtschaft (macht ja nichts, Schneider ist ja pragmatisiert), aber zwei Drittel des in der Schattenwirtschaft verdienten Einkommens werden wieder ausgegeben; und zwar für langlebige Konsumgüter, wie zum Beispiel Autos³ Im vergangenen Jahr wurden durch die Schwarzarbeit - Schneider hat sein Tatgebiet auf Deutschland ausgedehnt - rund 643 Mrd. DM verdient. Das stimuliere die offizielle Wirtschaft doch in beträchtlichem Maße. Damit sei die Schattenwirtschaft die stabilste Stütze der Konjunktur - dann Herr Professor ist der Pfusch folgerichtig die Medizin für jede Wirtschaft - das darf doch nicht wahr sein! "Außerdem werden durch die Schwarzarbeit Leistungen bereitgestellt, die sonst vielleicht nicht bereitgestellt werden würden", sagte Schneider der deutschen Ausgabe der Financial Times.

Alles was Schneider über die Schattenwirtschaft sagt, kann 1:1 auf das Drogendealing übertragen werden, so der ÖGV.

Wenn auf Österreichs hohen Schulen derartige Aussagen verzapft werden - sollten sie auch wissenschaftlich richtig sein - dann hat ein Hochschullehrer die Verpflichtung stärker noch das Abscheuliche und Unfaire der Schwarzarbeit gegenüber sauber arbeitenden Unternehmern hervorzukehren. Es genügt ja bereits, dass wir in Graz einen Betriebswirtschafts-Hochschullehrer hatten, der mit seinem privaten Unternehmen einen Konkurs mit einer Quote von 5,7 Prozent hinlegte und seine Lehrbefugnis behielt.

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