Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Regierung "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Mensch und Wirtschaft

Ausgabe vom 25. April 2001 Klagenfurt (OTS) - Mensch und Wirtschaft. Österreichs Zukunft steht auf wackeligen Beinen: Nulldifizit, Kindergeld, Steuerreform und was sonst noch zu einem Honigbrot-Wahlkampf dazugehört, steht und fällt mit dem Wirtschaftswachstum. Ohne Wenn und Aber gesprochen: Die konjunkturelle Schraube muss sich um 2,5 Prozent nach oben drehen. Jährlich, versteht sich. Erst dann - und nur dann - hält die Entwicklung des Wohlstandes mit Zielen, Vorgaben, Vorhaben und Träumen Schritt. Wenn das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut ernüchtern erklärt, dass ohne zusätzliche Arbeitskräfte (von 165.000 ist die Rede) die Lücke zwischen Wirklichkeit und Anspruch klafft, ist deutlich wie nie gesagt: Die Wirtschaft "lebt". Lebt mit Menschen. Lebt von Menschen. Wirtschaft ist keine anonymes Ding. Sie ist mehr als Maschine. Mehr als Industriegerät.Wirtschaft sind Arbeitskräfte. Wirtschaft ist der arbeitende Mensch. Zur Verdeutlichung: Sinkt das Arbeitskräftepotenzial um nur ein Prozent, hat dies die Schrumpfung des Wirtschaftswachstum um mehr als ein Prozent zur Folge. Und dieses ein, dieses kleine Prozent heißt: ein erste Schlag gegen unser Wohlstandsdasein. So weit, so alarmierend. Alarmierend, weil Österreich weiß: das regierende Österreich sieht dem Lauf der Dinge nicht nur zu. Nein. Es beschleunigt die schlimme Entwicklung: Zum einen blockieren FP-VP den Zuzug "fremder" Arbeitskräfte. Zum anderen bezahlen sie Mütter fürs häusliche Kinderhüten - und damit fürs Zuhausebleiben. Letzteres ist ihnen 17 Milliarden wert ...

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