Petrovic: Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich nicht übertragen

Die sinnlose Vergeudung von Lebewesen muss abgestellt werden

Wien (OTS) "Tierversuche sind nicht nur aus ehtischen, sondern auch aus medizinischen Gründen abzulehnen. Krankheiten des Menschen können durch Tierexperimente in ihren wirklichen Ursachen nicht erforscht werden. Die Ergebnisse am künstlich geschädigten Versuchstier lassen sich nicht mit der nötigen Sicherheit auf den Menschen übertragen," warnt Petrovic anläßlich des Internationalen Welttierversuchstages. "Letztlich müssen die gleichen Versuche mit unkalkulierbarem Risiko am Menschen wiederholt werden. Viele Medikamente mußten deshalb wieder vom Markt genommen werden, weil sie beim Menschen - im Gegensatz zum Tier - zu schweren oder gar tödlichen Nebenwirkungen geführt haben," so Petrovic. Eine durchgeführte Analyse von Nebenwirkungen bei Arzneimitteln habe gezeigt, dass schädliche Wirkungen beim Menschen mit den Ergebnissen aus Tierversuchen nur in 5-25% übereinstimmten, betont Petrovic.

"Trotzdem wurden die Tierversuche bisher - mit Ausnahme einiger weniger Vergleichsstudien - niemals wissenschaftlich validiert, das heisst auf den wissenschaftlichen Wert und ihre Aussagekraft zu überprüft", kritisiert Petrovic. Die Grüne Tierschutzsprecherin fordert deshalb eine sofortige umfassende Validierung der Tierversuche.

Die Tierschutzsprecherin der Grünen lehnt wie tausende kritische MedizinerInnen das Tierexperiment als Mittel zur Erkenntnisgewinnung in der Wissenschaft ab. Es gäbe wesentlich geeignetere Alternativen zu experimentellen Tierstudien, dazu zählen z.B. für die Beurteilung der Sicherheit von neuen Arzneimitteln kurzfristige In vitro Tests mit Mikroorganismen, Zellen und Geweben, so Petrovic. Es sei ein Armutszeugnis, dass die jeweiligen WissenschaftsministerInnen seit Bestehen der Tierversuchskommission kaum Interesse für diese wichtige Materie aufgebracht haben, kritisiert Petrovic.

Bekanntlich werden jährlich Millionen von Versuchstieren für die Entwicklung von Arzneimitteln, zur Erforschung von Krankheiten, Agrar- und Industriechemikalien sowie für Kosmetikprodukte sinnlos mißbraucht, gequält und getötet. Die Verwendung von wehrlosen Tieren als eine Art Wegwerfmeßinstrumente der Forschung sei unmoralisch und daher abzulehnen. Sie werde weiterhin für das Recht der Tiere auf ein artgemäßes Leben und Unversehrtheit kämpfen, schließt Petrovic.

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