Milchbauern überlieferten Quoten um fast 108.000 t

Zusatzabgabe beträgt ATS 528 Mio. - Strafzahlung von etwa ATS 2,60 je kg Milch

Wien, 24. April 2001 (AIZ). - Die österreichischen Milchbauern haben im abgelaufenen Quotenjahr 2000/01 um fast 108.000 t mehr Milch an die Molkereien geliefert, als es ihre gesamte Milchquote zugelassen hätte. Daraus resultiert laut Berechnungen der Agrarmarkt Austria eine Zusatzabgabe von rund ATS 528 Mio., die an Brüssel abzuführen ist. Wie hoch diese Strafzahlung je kg überlieferter Milch ist, kann noch nicht exakt angegeben werden, da die Summe der einzelbetrieblichen Unterlieferungen (die hier gegengerechnet werden) noch nicht feststeht. Als realistisch gilt laut AMA eine gesamte Unterlieferung von knapp 94.000 t, woraus sich eine Belastung von ATS 2,62 je kg überlieferter Milch ergeben würde. ****

Für das abgelaufene Quotenjahr (April 2000 bis März 2001) stand gemäß EU-Verordnung in Österreich eine Anlieferungs-Garantiemenge von 2,583.252 t zur Verfügung. Dazu kommen noch die vorläufigen Umwandlungen von D- in A-Quoten von etwa 35.148 t. Das ergibt eine verfügbare Anlieferungs-Referenzmenge von 2,618.400 t. Im Quotenjahr 2000/01 wurden 2,665.751 t Milch an die Milchverarbeitungsbetriebe geliefert (vorläufiger Wert). Die mit der A-Quote vergleichbare fettkorrigierte Anlieferung beträgt 2,726.131 t. Sie lag um 107.731 t, das sind 4,11 %, über der Quotenlinie. Auf Basis dieser Berechnung ergibt sich eine Zusatzabgabe von ATS 528 Mio.

Der prognostizierte Fettgehalt der Anlieferungsmilch (endgültige Werte liegen noch nicht vor) beträgt nach den zurzeit zur Verfügung stehenden Daten 4,15 % Fett. Der repräsentative Fettgehalt der Garantiemenge beträgt aber nur 4,03 %. Eine Fettgehaltsveränderung von 0,01 % würden die Zusatzabgabe um weitere ATS 23,52 Mio. beeinflussen. Die endgültigen Werte werden erst am 15. Mai 2001 im Zuge der Meldungen der Abnehmer vorliegen.

Unterlieferungen auf knapp 94.000 t geschätzt

Wie hoch jedes kg an zuviel gelieferter Milch mit der Zusatzabgabe belastet wird, hängt davon ab, wie hoch die Summe der einzelbetrieblichen Unterlieferungen ist. Nach den Erfahrungen und Auswertungen der letzten Quotenjahre wird diese Summe laut AMA zwischen 2,6 % und 2,7 % der einzelbetrieblich zugeteilten Referenzmengen liegen. Das entspricht im Durchschnitt beider Werte 68.725 t Unterlieferung. Inklusive der nationalen Reserve von 25.000 t könnte die Summe der Unterlieferungen auf 93.725 t geschätzt werden. In diesem Fall würde die Zusatzabgabe ATS 2,62 je kg betragen. Bei Unterlieferungen im Umfang von 100.000 t wären ATS 2,54, bei Unterlieferungen von nur 85.000 t wären ATS 2,74 an Zusatzabgabe je kg überlieferter Milch zu entrichten.
(Schluss) kam

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