AK Tumpel verleiht Körner-Förderungspreise -1

Bereits 3.000 Preisträger seit 1954 - Tumpel gegen Studiengebühren und für offensive Forschungspolitik

Wien (AK) - "Wir brauchen in unserem Land bessere Bildungschancen und eine offensive Wissenschafts- und Forschungspolitik", verlangte heute, Dienstag AK Präsident Herbert Tumpel, an der Uni Wien bei der Verleihung der Theodor-Körner-Förderungspreise für Wissenschaft und Kunst. Er kritisiert die Einführung von Studiengebühren und die geplante Ausgliederung der Universitäten und verlangt mehr Mittel für Ausbildung und Forschung. "Wie wichtig Aus- und Weiterbildung ist, sehen wir auch in unserer täglichen Arbeit", erklärt der AK Präsident, "die Nachfrage nach Bildungsangeboten steigt sprunghaft." Die AK hat darauf mit "AK plus" reagiert. "Mit diesem Programm bieten wir mehr Angebote und neue Angebote in der Aus- und Weiterbildung", sagt Tumpel. Der von AK und ÖGB initiierte Körner-Fonds vergibt heuer fast 2 Millionen Schilling an 73 junge WissenschafterInnen und KünstlerInnen - unter ihnen ist der bereits 3.000. Preisträger seit 1954. Die Förderung ist Starthilfe für zukunftsweisende wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten. Nach der Preisverleihung empfängt Bundespräsident Dr. Thomas Klestil die PreisträgerInnen und Festgäste in der Hofburg. ****

Die 73 WissenschafterInnen und KünstlerInnen haben bereits Wichtiges in ihrem Fach geleistet. Mit dem Theodor-Körner-Fonds wird die Fortsetzung ihrer Arbeit unterstützt - etwa in der Medizin-Technik oder in der Erwachsenenbidung: "Das sind wichtige Leistungen, die mehr Arbeitsplätze bringen oder das Vorwärtskommen der ArbeitnehmerInnen im Beruf unterstützen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Insgesamt hat der von Arbeiterkammern und ÖGB initiierte Fonds seit 1954 an Förderungen knapp 45 Millionen Schilling vergeben - heuer ist unter den jungen WissenschafterInnen und KünstlerInnen schon der 3.000. Preisträger (Mag. Christian Fackelmann für die historisch-kritische Neuedition des Weinheber-Briefwechsels). Die österreichischen Unis, ihre WissenschafterInnen und Absolventen haben wie auch die Künstler und Schriftsteller das internationale Ansehen Österreich mit begründet und mit gestaltet, erklärt AK Präsident Herbert Tumpel.

"Ein Studium und wichtige Projekte dürfen nicht davon abhängen, was sich Studierende, Forscher und Künstler leisten können", kritisiert Tumpel die derzeitige Bildungs- und Forschungspolitik der Regierung. Er verlangt gleiche Chancen beim Zugang zur Uni - die Studiengebühren ab Oktober seien eine Belastung für Studierende, die aus Familien von Klein- und Mittelverdienern oder über den zweiten Bildungsweg auf die Uni kommen. Die Ausbildung und Forschung an den Unis müsse weiterhin staatliche Aufgabe bleiben. Eine zentrale Aufgabe des Staates sei die Finanzierung und Förderung von wissenschaftlicher Forschung mit hoher Qualität. Tumpel kritisiert, dass die Mittel der so genannten Technologie-Offensive der Regierung nicht reichen werden, um die Forschung entsprechend zu fördern.

Die Körner-Fonds-Förderungspreise (15.000 bis 35.000 Schilling pro Person) werden für Arbeiten in den Bereichen Medizin, Erwachsenenbildung, Biologie, Wirtschafts-, Rechts-, Geisteswissenschaften und Kunst vergeben. Nach der Preisverleihung empfängt Bundespräsident Klestil die PreisträgerInnen und Festgäste in der Hofburg.

HINWEIS: Fotos vom Empfang bei Bundespräsident Klestil ab 13.00 Uhr. Bestellungen unter Tel. 501 65 2530

(Forts.)

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