Exporte Österreichs in die NAFTA-Länder erreichten ein Plus von 27 Prozent

Nach USA, Kanada und Mexiko legten Österreichs Exporte fast doppelt so stark zu wie weltweit

Wien (PWK302) - "Die positive Konjunkturentwicklung in den USA und Kanada sowie das neue Freihandelabkommen EU-Mexiko ab Juli 2000 wirkten sich insgesamt auf die Exportentwicklung Österreichs in den NAFTA-Raum so positiv aus, dass das Außenhandelsvolumen bereits mehr als 120 Mrd Schilling im Jahr 2000 erreicht hat. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 1999 um 23,5 Prozent", berichtet der AWO-Experte für diesen Bereich Peter Athanasiadis anlässlich des Sprechtages Nordamerika, der durch reges Firmeninteresse aufgrund der Bedeutung dieser Märkte gekennzeichnet ist. "Damit sind unsere Exporte in die NAFTA-Länder doppelt so stark gestiegen wie Österreichs Exporte weltweit", kommentiert Athanasiadis diese erfreuliche Entwicklung.

Zugpferd im NAFTA-Raum sind eindeutig die USA, die nach Deutschland und Italien bereits der drittwichtigste Handelspartner Österreichs noch vor der Schweiz, Ungarn und Großbritannien sind. "Das Handelsvolumen hat im Jahr 2000 erstmals die 100 Mrd-Grenze überschritten und somit sind die USA mit Abstand Österreichs wichtigster überseeische Außenhandelspartner Österreichs", stellt der Handelsdelegierte in New York, Bruno Freytag fest. "Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der österreichischen Exporte mit einem Plus von 26,7 auf 47,9 Mrd Schilling war in erster Linie die große Aufnahmefähigkeit des amerikanischen Marktes, der außergewöhnliche Wirtschaftsboom seit 1992 und die relative Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar. Spektakuläre Geschäftserfolge erzielten die Sparten Eisenbahnschienen, Rohre und Dampfturbinen.

Besonders erfreulich ist die zunehmende Marketingorientierung der heimischen Firmen am US-Markt und die Tatsache, dass im vergangenen Jahr vor allem Klein- und Mittelbetriebe Niederlassungen in den USA gegründet haben", so Freytag. Insgesamt gibt es 375 österreichische Vertriebs- und Produktionsniederlassungen. Die US-Lieferungen nach Österreich stiegen um 16,8 Prozent auf 56,1 Mrd Schilling mit bemerkenswerten Zuwächsen im Bereich Straßenfahrzeuge, medizinisch/pharmazeutische Waren und elektrische Maschinen und Apparate.

"Kanada ist nach den USA, Japan und Hongkong bereits der viertwichtigste Überseemarkt für Österreich", berichtet Gerhard Müller, Handelsdelegierter in Toronto. Österreich hat im Vorjahr von der guten Konjunkturlage in Kanada sowie dem Innovations- und Erneuerungsbedarf des Industriesektors profitiert. Alle Produktgruppen, die Zulieferungen für die kanadische Industrie umfassen wie Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren und chemische Erzeugnisse, weisen Zuwachsraten von 30 Prozent auf. 60 österreichische Tochter- bzw. Konzerngesellschaften, davon 25 Produktionsbetriebe, haben sich bisher in Kanada etabliert. Österreichs Lieferungen insgesamt stiegen um 29,3 Prozent auf fast 7 Mrd Schilling, die Importe aus Kanada erreichten ebenfalls fast 7 Mrd Schilling bei einer Steigerung um allerdings 72,9 Prozent. Diese kräftige Steigerung ist vor allem auf die Lieferung von Kurzstreckenflugzeugen nach Österreich zurückzuführen.

"Mit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens EU-Mexiko per 1. Juli 2000 eröffnen sich für österreichische Firmen neue Perspektiven", erklärt Walter Koren, Handelsdelegierter in Mexiko. "Der mit dem Abkommen verbundene stufenweise Zollabbau führt zu einer sukzessiven Parität der EU-Lieferungen mit denen der USA und stellt die Chancengleichheit für österreichische Firmen in Mexiko wieder her", so Koren. Mexiko als NAFTA-Mitgliedsstaaat gewinnt damit enorme Bedeutung nicht nur als Absatzmarkt, sondern vor allem auch als Produktionsstandort für österreichische Unternehmen. "Ein Meilenstein in den bilateralen Beziehungen wurde mit dem Inkrafttreten des Investitionsschutzabkommens Ende März gesetzt und sollte die positiven Aussichten für Österreichs Wirtschaft in Mexiko noch verstärken", ist Koren überzeugt. Von 1997 bis 2000 haben sich Österreichs Exporte verdoppelt, bis 2004 ist mit einer weiteren Verdoppelung zu rechnen. Im Jahr 2000 allein erhöhten sich die Lieferungen Österreichs um 20,7 Prozent und erreichten einen Wert von 2,1 Mrd Schilling. Österreichs Importe sind nur um 1,8 Prozent auf 1,34 Mrd Schilling gestiegen. (pt)

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