Mikl-Leitner: NÖ Anti-Drogenpolitik auf dem richtigen Weg"

80 Interessierte und Profis diskutierten über konkrete Lösungen

St. Pölten (NÖI) - Im Rahmen einer Enquete unter dem Motto "Sehnsucht statt Sucht" diskutierten gestern, Montag, Politiker gemeinsam mit Experten und Jugendlichen über die Anti-Drogenpolitik in Niederösterreich. 80 Interessierte waren auf Einladung der Landesgeschäftsführerin der Volkspartei Niederösterreich, LGF NR Mag. Johanna Mikl-Leitner in das haus 2.1 nach St. Pölten gekommen. "Ziel der Veranstaltung war es, fernab von ‚populistischem Geplänkel’, das Thema Drogen und Sucht zu beleuchten und gemeinsam Lösungen zu finden, wie man diesem sensiblen Thema am besten begegnen kann", so die VP-Managerin. ****

Bereits bei einem vorangegangenen Expertengespräch war die einhellige Meinung, dass der Weg der NÖ Anti-Drogenpolitik richtig ist. Die zentralen Punkte sind ‚Keine Freigabe von Drogen’ und ‚Prävention vor Beratung und Therapie’. "Die VP Niederösterreich hat sich dieses Themas angenommen, weil es Aufgabe der Politik ist, Menschen, die Hilfe brauchen, zu unterstützen. Und gerade Drogenkranken und potentiell suchtgefährdeten Menschen muss besonders geholfen werden. Die Politik kann dies durch die Schaffung von notwendigen Rahmenbedingungen und durch Aktivitäten, die die Jugendlichen davon überzeugen, dass es viel sinnvollere Möglichkeiten für die Alltagsbewältigung gibt, als zu Drogen zu greifen ", stellte Mikl-Leitner fest.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop stellte an die erste Stelle ihrer Aussagen die Forderung nach einem "Sachlichen Zugang" dieses Themas. Dass das Thema "Sucht und Drogen" ein sehr zentrales ist, belegen auch Zahlen und Fakten. So gab es im Jahr 1999 174 Drogentote österreichweit - 12 davon in Niederösterreich. Besonders alarmierend seien aber auch 10.000 Tote durch Alkoholmissbrauch und 12.000 Tote durch Nikotinabhängigkeit und ihre Folgen. All diese Facetten dürften bei der Anti-Drogenpolitik nicht außer acht gelassen werden. Als wichtigste Eckpfeiler innerhalb der NÖ Anti-Drogenpolitik bezeichnete Prokop die drei zentralen Säulen "Prävention, Beratung und Therapie" sowie die Miteinbeziehung neuer Methoden. Ein Beispiel dafür ist das Modell der "mobilen Jugendarbeit", das in Niederösterreich mittlerweile in drei Bezirken (St. Pölten, Mödling und Wiener Neustadt) erfolgreich praktiziert wird. Als besondere Erfolge der letzten Zeit bezeichnete Prokop auch den NÖ Suchtplan, der einstimmig beschlossen wurde und als Grundlage für eine fundierte Drogenpolitik in Niederösterreich dient.

Alle Experten - unter ihnen der sportwissenschaftliche Koordinator im Bundesministerium für öffentliche Leistung und Sport Mag. Werner Schwarz, Prof. Kurt Fellöcker von der NÖ Fachstelle für Suchtvorbeugung, Direktor Alfred Rohrhofer vom Verein "Grüner Kreis"und der St. Pöltner Gemeinderat Bernhard Wurzer - waren sich darin einig, dass eine verstärkte kommunale Jugendarbeit und die intensive Betreuung von Jugendlichen in Vereinen die beste Prävention sind.

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