JP Morgan Fleming: Zinssenkung beflügelt Aktienmärkte / Weitere Maßnahmen der US-Notenbank in den kommenden Monaten wahrscheinlich

Frankfurt/M. (ots) - Die jüngste Zinssenkung durch die
US-Notenbank habe die Attraktivität der Aktienmärkte deutlich erhöht, sagt Gary Dugan, Global Equity Strategist bei JP Morgan Fleming Asset Management. Weitere Maßnahmen seien in den nächsten Monaten wahrscheinlich. An ein Nachziehen der Europäischen Zentralbank glaubt Dugan derzeit jedoch noch nicht.

"Die jüngste Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte war eine positive Überraschung für die Märkte", sagt Gary Dugan, Global Equity Strategist bei JP Morgan Fleming Asset Management. "Für die Attraktivität der Aktienmärkte war dieser Schritt von entscheidender Bedeutung."

Zwar seien die weltweiten Aktienmärkte schon seit einiger Zeit günstig bewertet gewesen, doch für eine dauerhafte Erholung hätte ihnen bisher der nötige Katalysator gefehlt. Diesen hätten sie mit der Zinssenkung endlich bekommen. "Wir sind der Meinung, dass die Märkte nun davon überzeugt sind, dass die Fed auf der Höhe der wirtschaftlichen Situation ist", so Dugan. "Greenspan hat schnell und positiv auf die Anzeichen einer weiteren Abschwächung der US-Wirtschaft reagiert. Zudem hat er Entschlossenheit signalisiert, bei Bedarf weitere Zinssenkungen vorzunehmen."

Die Verbesserung der Zinsstruktur durch die Senkung bekräftigt Investoren in der Einschätzung, daß die Fed auf die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums angemessen reagiert. Sie sollte damit die Wirtschaft innerhalb von 12 Monaten wieder auf einen Wachstumskurs bringen.

Die Zinsentscheidung der Fed sei jedoch nicht der einzige Faktor, der für eine baldige Erholung der Aktienmärkte spreche. "In den USA gibt es zwar weiterhin Herabstufungen von Gewinnerwartungen, doch fallen diese in den letzten Monaten deutlich gemäßigter aus als noch im Dezember und Januar", so Dugan. Verbessert habe sich laut Umfragen auch das Vertrauen der Industrie in die Wirtschaft. Dieses sei zwar immer noch recht schwach, befinde sich aber nicht mehr im freien Fall. "All diese Argumente zusammen sprechen für eine positive Entwicklung der Aktienmärkte", so Dugan.

Für die nächsten Monate rechnet Dugan mit weiteren Zinssenkungen durch die US-Notenbank. "Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Fed bereits bei ihrem nächsten Treffen in rund einem Monat die Zinsen um weitere 25 Basispunkte senken wird. Entscheidend dafür werden die Prognosen bezüglich des privaten Konsums sein", so Dugan. Im ersten Quartal hätte sich dieser zwar relativ gut gehalten. Doch gebe es deutliche Anzeichen für eine Verschlechterung. So sei beim Konsumentenvertrauen ein deutlicher Einbruch verzeichnet worden. Des weiteren sei die Arbeitslosenquote gestiegen. "Angekündigte Massenentlassungen großer US-Firmen wie Cisco oder Hewlett Packard werden die Quote zusätzlich erhöhen", so Dugan.

Maßnahmen anderer Zentralbanken seien noch nicht klar abzusehen. "Nur die Bank of England ist momentan ein Kandidat für Zinssenkungen", meint Dugan. "Bei der letzten Sitzung haben bereits einige Mitglieder für eine Zinssenkung gestimmt. Die jüngste Maßnahme der Fed dürfte weitere Mitglieder des Komitees zu einer Zustimmung bewegen."

Was die Europäische Zentralbank betrifft, ist Dugan weniger optimistisch: "Wir halten es momentan für wenig wahrscheinlich, dass die EZB der Fed-Maßnahme folgen wird. Bisher hat die EZB der internationalen Dimension wenig Beachtung geschenkt. Deshalb erwarten wir, dass sie erst Zinssenkungen vornehmen wird, wenn eine deutliche Verringerung der Inflation zu erkennen ist. Angesichts der Tatsache, dass bis Juni/Juli eine Inflationsrate unter 2 Prozent unwahrscheinlich ist, dürfte sich hier in den nächsten Monaten nichts tun."

Die Zurückhaltung der EZB werde sich negativ auf die europäischen Aktienmärkte auswirken, so Dugan. "Die Anleger werden den US-Aktienmarkt vorziehen, solange hier eine stärkere Unterstützung durch die Fed zu erkennen ist. Die EZB vermittelt zunehmend den Eindruck nicht besonders wachstumsorientiert zu handeln, was Europas Attraktivität als Anlageregion einen langfristigen Schaden zufügen könnte."

ots Originaltext: Fleming-Fonds Marketing GmbH
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