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Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Aus eins mach dreiundzwanzig

Utl: Ausgabe vom 24. Apr. 2001=

Zwischen 20 und 23 Schilling bringt ein einziger
Alpendollar, der in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert wird, zurück. Eine Verzinsung, die sich sehen lassen kann. In den Bereich F & E zu investieren, müsste also ein Gebot der Stunde sein. Ist es auch, was die Lippenbekenntnisse angeht.
Doch bei diesen Lippenbekenntnissen bleibt es in den meisten Fällen leider auch. Obwohl sich die Regierung vorgenommen hat, die Forschungsausgaben bis 2005 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen, hinken wir in diesem Bereich hinterher, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut kürzlich warnte. Ja, laut Wifo sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr sogar leicht zurückgegangen. Gerade einmal bei 1,8 Prozent liegen wir.
Als Folge gehören wir auch im Bereich Innovation nur Nachhut. Während Österreich im Jahr gerade einmal auf 476 Patentanmeldungen kommt, sind beispielsweise die Finnen mit 1437 Neupatenten uneinholbar vorgeprescht. Dem Wifo fehlen in Österreich vor allem "radikale Innovationen, richtige Marktneuheiten". Hierzulande setzt man lieber auf den schnellen Applaus und macht Geld für Aktionen wie das Kindergeld locker. Bis sich das Geld, das in die Forschung gesteckt wird, amortisiert, dauert es - zugegebenermaßen - einige Zeit. Doch angesichts des beinharten Verdrängungswettbewerbes ist es die einzige Chance der Unternehmen, immer auf dem neuesten Stand zu sein und nicht dem Markt hinterher zu hecheln, sondern mit Innovationen die Richtung vorzugeben.

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