• 23.04.2001, 14:01:13
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Prammer zu Rauch-Kallat: Mit Kindergeld-Gesetz werden Chancen für Frauen verschlechtert, nicht verbessert

Persönliche Attacken Rauch-Kallats offenbaren Hilflosigkeit der Regierung

Wien (SK) "Die ÖVP versucht nun offensichtlich bei dem missratenen
Kindergeld-Entwurf zu retten, was nicht zu retten ist. Und sei es
durch Weglassen von Tatsachen, Beschönigung, oder persönliche
Attacken", erklärte am Montag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara
Prammer in Reaktion auf die heutigen Aussagen von
ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat. "Ich rate der
ÖVP-Generalsekretärin daher an, den eigenen Entwurf besser zu
studieren", so Prammer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Was das Kindergeld für alle betrifft, so kann man nur sagen:
Versprochen - gebrochen. Tatsächlich gibt es entgegen des
Wahlversprechens kein Kindergeld für alle - viele sind ausgenommen",
betonte Prammer. "Für Väter wird es sehr viel schwieriger, für Frauen
mit Karrierechancen heißt es nun 'entweder oder' statt 'sowohl als
auch' und für Ausländerinnen heißt es 'Bitte warten'."

"Hatten Eltern während der gesamten Karenzzeit nach der bisherigen
Regelung einen Rechtsanspruch auf Karenz und den vollen
Kündigungsschutz, so bleibt es nun nur mehr bei 24 Monaten
Kündigungsschutz, auch wenn der Vater im Anschluss an die zweieinhalb
Jahre das verbleibende Karenzhalbjahr antreten möchte. "Das bedeutet,
dass Väter bei ihrem Wunsch nach Übernahme ihres Teils der familiären
Versorgungsarbeit, völlig auf den Goodwill ihres Arbeitsgebers
angewiesen sind - was de facto das Aus für die Väterkarenz bedeutet",
stellte Prammer fest.

"Was den Wiedereinstieg betrifft, so möge sich Rauch-Kallat an ihren
Parteikollegen Bartenstein wenden. Dieser erklärte letzte Woche, dass
zwar keine weiteren Geldmittel für Wiedereinstiegsmaßnahmen zur
Verfügung gestellt würden, aber die durch das ersatzlose Streichen
der Sondernotstandshilfe frei gewordenen Gelder für den
Wiedereinstieg verwendet werden sollten - was einen besonderen
Affront gegenüber Frauen bedeutet", erklärte Prammer abschließend.
(Schluss) hm/mm

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

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