- 23.04.2001, 11:13:06
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- OTS0086 OTW0062
KfV: SICHER DURCH'S APRILWETTER
Ut.: Regen, Sonne, Schneestürme, Glatteis - von allem etwas hat der
April auch dieses Jahr zu bieten. Der Sicherheit zuliebe: Fahren Sie
kontrolliert, bei jedem Wetter!=
Wien (KfV-Presse) Nicht angepaßte Geschwindigkeit forderte auch
vergangene Woche (ohne Ostermontag) wieder ihren Tribut: 4 tödliche
Verkehrsunfälle wurden durch Fehleinschätzung der Geschwindigkeit
verursacht. "Nichtangepaßtes Tempo ist immer gefährlich, besonders
aber bei nasser, rutschiger Fahrbahn, wie es vergangene Woche leider
oft der Fall war", erinnert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium
für Verkehrssicherheit (KfV). "Schleudern, Rutschen sowie Abkommen
von der Fahrbahn sind die möglichen Folgen, denn mit zunehmender
Geschwindigkeit wird oft auch der Fahrbahnzustand und der Anhalteweg
falsch eingeschätzt." Deswegen ein Aufruf an alle Motorisierten:
Fahren Sie kontrolliert, bei jedem Wetter!
Österreich: Ein Land der Raser
Nicht angepaßte Geschwindigkeit ist Killer Nummer 1 auf Österreichs
Straßen. Rund 40 Prozent aller tödlichen Unfälle sind auf nicht
angepaßtes Tempo zurückzuführen. Rund 55 Prozent der Pkw-Lenker
halten sich nicht an Tempo 50 im Ortsgebiet und 21 Prozent
überschreiten Tempo 100 im Freiland (Bundes- und Landstraßen). Auf
Schnellstraßen halten sich rund 52 Prozent nicht an Tempo 100 und auf
Autobahnen überschreiten rund 25 Prozent Tempo 130. Laut
internationalen Studien könnte schon eine Senkung der
durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit um lediglich 1 km/h einen
Rückgang der Unfälle um zwei bis drei Prozent bewirken. Der Rückgang
der Unfälle mit Getöteten würde sich sogar auf fünf Prozent
belaufen.
Die Unfallbilanz der Vorwoche (ohne Ostermontag): 10 Todesopfer,
davon 5 zum Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche (17.
April 2001 bis 22. April 2001) verloren 7 PKW-Insassen (davon 5
Lenker), 1 Lkw-Insasse, 1 Motorrad-Lenker und 1 Fußgänger ihr Leben.
Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle
mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (4), Überholen (2),
Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (1) und Fehlverhalten Fußgänger
(1) festgestellt werden. 3 der 9 tödlichen Verkehrsunfälle waren
sogenannte Alleinunfälle.
Vom 1. Jänner bis zum 22. April dieses Jahres gab es damit auf dem
österreichischen Straßennetz vorläufig 219 Verkehrstote, im
Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen
Zahlen 246 Menschen tödlich.
Rückfragehinweis: Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Susanne Steinböck
Pressestelle
Tel.: (01) 71 770/225
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