Gesundheitsstadträtin Pittermann auf offiziellem Besuch in Zagreb

Zusammenarbeit in vielen Bereichen des Gesundheitswesens vereinbart

Wien, (OTS) Am 17. und 18. April fand ein offizieller Besuch der Wiener Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann bei ihrem Amtskollegen Dr. Zvonimir Sostar, Stadtrat für Gesundheit , Arbeit und Soziales der kroatischen Hauptstadt Zagreb statt. Auf der Grundlage eines Abkommens der Bürgermeister beider Städte, das vertiefte Arbeitsbeziehungen unter anderem im Gesundheitswesen vorsieht, diente dieser Besuch der Vereinbarung konkreter Projekte.****

Mit dem Dekan des Universitätsklinikums Zagreb wurde die Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung in der Spitzenmedizin vorbereitet. Wien wird den Zagreber Medizinern behilflich sein, verstärkt an internationalen medizinischen Forschungsprojekten teilzunehmen. Großes Interesse besteht ferner seitens Kroatiens an der Verbesserung des Transplantationswesens, das in Wien und Österreich vorbildhaft geregelt ist. Wien wird die Stadt Zagreb auch im Bereich des Managements und Ausbaus der Krankenhäuser unterstützen.

Wien und Zagreb sind auch Partner im Projekt der Weltgesundheitsorganisation "Gesunde Städte". Ein Schwerpunkt dieser Programme ist die Verbesserung des Gesundheitsverhaltens und des Gesundheitswissens in der Schule. Diese in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Suchtprävention, soziales Lernen und Arbeitsbedingungen durchgeführten Programme sollen durch verstärkte Kontakte zwischen Lehrern und Schülern der beiden Städte aufgewertet werden.

Ein ausführliches Gespräch hat mit der Sprecherin der kroatischen nationalen Drogenkommission, Frau Dr. Danica Kramaric, stattgefunden. Sie war besonders an den Erfahrungen Wiens bei der Etablierung der Substitutionsbehandlung im Bereich der niedergelassenen Ärzte interessiert. Eine Substitutionsbehandlung von Suchtkranken ist in Kroatien zur Zeit nur im Bereich einiger weniger Facheinrichtungen und bei spezialisierten Psychiatern möglich. Eine Fortsetzung der diesbezüglichen Gespräche und ein entsprechender know-how-Transfer zur Verbesserung der Substitutionsbehandlung in Kroatien wurden vereinbart.

Sowohl der Leiter der Zagreber Entzugsklinik für Alkohol und Drogen als auch die Zagreber Sucht- und Drogenpräventionsstelle waren an einer Intensivierung des fachlichen Austausches in höchstem Maße interessiert. Mittelfristig wurde der Austausch von Experten und die Übernahme von Präventionsmaterialien und Projektkonzepten zur Suchtprävention in Aussicht genommen. Besonderes Interesse besteht auch an den erfolgreichen Wiener Erfahrungen im Bereich der Prävention bei synthetischen Drogen. Die kroatischen Fachleute wollten detaillierte Informationen über das Wiener "Ckeck-it"-Projekt und wollen dieses Projekt demnächst auch in Wien studieren.

"Insgesamt war dieser erfolgreiche Arbeitsbesuch von der Erkenntnis geprägt, dass in Zagreb nach der schwierigen und durch den Krieg zusätzlich belasteten Umbruchphase nach dem Bruch mit dem kommunistischen Regime nun die besten Voraussetzungen für einen Aufschwung der Wirtschaft und des sozialen Lebens gegeben sind. Wien wird daher Zagreb bei der Beantragung von Projekten der Europäischen Kommission verstärkt unterstützen und beraten", so Gesundheitsstadträtin Pittermann. (Schluss) rog

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