ÖVP-AG tritt Meinungsfreiheit mit Füßen

Kritische ÖH-Mitarbeiterin von ÖH-WU-Vorsitzenden Obermayr (AG) entfernt =

Wien (SK) Nicht kritikfähig zeigt sich die ÖVP-Aktionsgemeinschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Eine Studentin, die sich in der von der ÖVP-AG dominierten ÖH an der WU engagierte, wurde wegen eines kritischen Artikels, den sie in einer Zeitung des Verbandes sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) verfasste, von der Tätigkeit an der ÖH ausgeschlossen. In dem Artikel hatte die Studentin Barbara Gruber die Missstände an der WU kritisiert und auch diesbezügliche Verfehlungen der ÖVP-AG aufgezeigt. ****

In dem angesprochenen Artikel zeigt Gruber unter anderem auf, dass die von der ÖH durchgeführte Lehrveranstaltungsanalyse an der WU erst nach dem Ende der Anmeldefrist für die Lehrveranstaltungen im neuen Semester - und damit zu spät für die Studierenden - veröffentlicht wird. Nach Erscheinen des Artikels wurde Gruber zum ÖH-Vorsitzenden an der WU, Andreas Obermayr (ÖVP-AG), und seinen beiden Stellvertretern (ebenfalls ÖVP-AG) zitiert, die ihr eröffneten, dass Kritik an der Arbeit der ÖVP-AG nicht erwünscht ist, und Barbara Gruber ihr Engagement an der ÖH beenden müsse.

"Das zeigt wieder einmal, wie die ÖVP-AG die ÖH für ihre Propaganda missbraucht. Meinungsfreiheit ist da offensichtlich nicht erwünscht. Diese Methoden kennen wir ja bereits von der ihr nahestehenden Regierung, die auch gerne kritische Stimmen abwürgt", meint die hochschulpolitische Sprecherin und Spitzenkandidatin des VSStÖ für die ÖH-Wahlen, Andrea Mautz. "Wir hoffen, nach den ÖH-Wahlen, eine fortschrittliche Exekutive bilden zu können, die transparent arbeiten wird. Kritische Stimmen sollen dort als Ansporn für bessere Arbeit dienen und nicht als Vorwand, um unbequeme Leute, die im höchsten Maße engagiert sind, zu entfernen", so Mautz.
Der VSStÖ ruft für morgen, 24.4., 11.00 Uhr, vor der Hauptstiege an der WU zu einer Solidaritätskundgebung für Barbara Gruber auf. (Schluss) ps/mm

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