VIER PFOTEN: 200 Millionen Tiere sterben jährlich bei Tierversuchen

Morgen: Internationaler Welttierversuchstag: Heftige Kritik an LD-50 Gift-Tests

Wien (OTS) - In Österreich sterben jährlich Tausende Tiere bei Tierversuchen. Nach offiziellen Zahlen waren es im Jahr 1999 130.295 Tiere; weltweit sind es zirka 200 Millionen. Die Dunkelziffer ist jedoch wesentlich höher, da in der Statistik Tiertötungen zur Organentnahme, Versuchen an Embryonen und Föten aber auch die Anzahl der Tiere zur Herstellung von genmanipulierten Tieren nicht angegeben wird. Heftige Kritik übte VIER PFOTEN- Experte Fabian Friedrich, anlässlich des internationalen Welttierversuchstages an der Durchführung der LD 50 Tests: "Auf Grund zahlreicher Ausnahmeregelungen werden diese - für Tiere tödlichen Tests - immer noch durchgeführt." ++++

Obwohl es in Österreich seit 1992 ein Verbot für LD 50 Tests gibt, ist die Durchführung noch immer traurige Realität, da Ausnahmeregelungen bewilligt werden können. Mit Hilfe dieses Tests wird die sofortige wirksame Giftigkeit der untersuchten Substanz ermittelt. LD-50 steht für die "letale Dosis bei 50 Prozent der Versuchstiere". Pro zu testender Substanz werden 40 bis 50 Tiere verwendet, die qualvoll zu Grunde gehen.

VIER PFOTEN-Experte Friedrich fordert daher ein absolutes Verbot dieser Gifttests und den verstärkten Einsatz von Alternativmethoden. "Die Durchführung der LD-50 Tests verursacht nicht nur unerträgliches Leid bei Tieren, auch die Gültigkeit der Resultate für den Menschen ist anzuzweifeln." Wesentlich effizienter sei die Anwendung von Alternativmethoden, diese müssten jedoch auch staatlich anerkannt und gefördert werden.

Stopp von Mehrfachversuchen

Unter Kritik stehen aber auch die zahlreichen und oft unnötigen Doppel- und Mehrfachversuche für das Austesten ein und derselben Substanz, da sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gemeinsame Daten nur unzureichend zur Verfügung stehen. Zur Vermeidung dieser Doppelversuche fordern die VIER PFOTEN eine Offenlegung aller Daten in einer internationalen Computerdatenbank, sowie eine Forschungsoffensive für Alternativmethoden wie Computersimulationen oder Zellkulturen.

Angepeilt wird von den Tierschützern auch ein Ende der Tierversuche für das Austesten von Chemikalien, ein generelles Verbot für Tierversuche bei Kosmetika sowie ein Vermarktungsverbot für jene Kosmetikprodukte, die an Tieren getestet wurden. (bfm)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Pressesprecherin
Tel.: (01) 895 02 02 DW 33
email: birgit.flenreiss-maeder@vier-pfoten.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF/OTS