Motorrad - für einen gelungenen Auftakt

Wien (OTS) - Das erste schöne Wetter hat viele von ihnen hervorgelockt, und das zurecht. Nach der langen Winterpause gibt es wohl kaum einen Motorradfahrer, der sich nicht wieder gerne auf den Sattel schwingt und die erste Ausfahrt unternimmt. Doch die Winterpause macht sich bemerkbar. "Sieben Tote und mindestens vier schwer Verletzte hat die heurige Motorradsaison gefordert. Allein in der ersten April-Woche starben drei Motorradfahrer. Langsames Beginnen, die richtige Ausrüstung und eine überlegte Vorbereitung sollten jedem Fahrer mindestens genauso wichtig sein, wie die Wartung seines Motorrades", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Durch die Winterpause vermindert sich das Fahrgefühl unweigerlich. Am Ende der Saison ist der Fahrer auf das Motorrad eingestellt. Am Anfang der Saison ist das nicht so: Das Einlenken in Kurven, Gewichtsverlagerung, das Gefühl für die Geschwindigkeit, das Gewicht des Helmes oder die Sichteinschränkung durch den Helm - all das sind Faktoren, die wieder erarbeitet werden müssen. Schunder-Tatzber: "Wer vorsichtig beginnt, vermindert das Risiko, durch Fahrfehler zu stürzen." Fahrtechnikkurse helfen, die "Anfangsschwierigkeiten" zu überwinden.

Gerade zu Saisonbeginn, wenn auch die Autofahrer sich noch nicht an Motorradfahrer gewöhnt haben, ist die Gefahr, übersehen zu werden, höher. Plötzliche Ausweichmanöver oder auch Rollsplitt, der um diese Jahreszeit immer noch plötzlich auftauchen kann, sind oft Ursache für Stürze bei den ersten Ausfahrten. Schunder-Tatzber: "Die richtige Ausrüstung ist nicht nur vorgeschrieben, sondern sollte selbstverständlich sein. Denn nur Lederkleidung und Handschuhe können großflächige und schmerzhafte Hautabschürfungen vermeiden."

Doch selbst mit der besten Vorbereitung lassen sich Unfälle nie ausschließen. Wenn es passiert ist, ist es gesetzliche Pflicht, Erste Hilfe zu leisten. Schunder-Tatzber: "Nach der Absicherung der Unfallstelle stehen die lebensrettenden Sofortmaßnahmen an erster Stelle. Aber Achtung: Bei verletzten Motorradfahrern ist ganz besondere Vorsicht bei der Helmabnahme geboten. An zweiter Stelle steht der Notruf und dann die weitere Erste Hilfe. Wenn notwendig, muss der Verletzte aus dem Gefahrenbereich geschafft werden. Das passiert entweder durch wegziehen oder mit dem Rautekgriff."

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