FORMAT-Interview: Professor Frisch: "Kindergeld und Steuersenkung nicht machbar"

Präsident des Staatsausschuldenausschusses vom "Null-Defizit 2002" überzeugt

Wien (OTS) - "Kindergeld jetzt und eine spürbare Steuersenkung bereits 2003, sehe ich nicht," erklärt der Präsident des Staatsschuldenausschusses, der Ökonom Helmut Frisch im Interview mit der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT. Daß das nicht machbar sei, da stimme er mit EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds überein. "Zumindest nicht," so Frisch, "ohne Gefährdung des ausgeglichenen Staatshaushaltes oder zusätzlicher tiefer Schnitte." Er selbst ließ keinen Zweifel daran, daß "eine Steuersenkung günstiger wäre", das Kindergeld scheine aber "eine Art Glaubensfrage zu sein," so der oberste Staatsschuldenhüter. Professor Frisch ist aber überzeugt, daß sich das "Null-Defizit 2002" auch trotz Kindergeld ausgehen werde: Der Finanzminister "könnte eine Punktlandung schaffen." Im FORMAT-Interview warnt der Ökonom aber ausdrücklich davor, das "Null-Defizit" Jahr für Jahr anzustreben, da dieses dann "prozyklisch wirkt; also die Konjunkturschwankungen noch verstärkt." Ziel müsse ein "strukturell ausgeglichener Haushalt" sein, daß "im Abschwung zur Konjunkturstabilisierung durchaus Nettodefizite in Kauf genommen werden, wenn in der Hochkonjunktur entsprechende Überschüsse erwirtschaftet werden, diese Defizite wieder abzudecken."

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