Lunacek: Ferrero-Waldner muß sich zu Hungertoden in Türkei äußern

Politischen Druck für sofortige Verbesserung der Haftbegdingungen ausüben

Wien (OTS) "Es ist nicht tragbar, dass die Außenministerin den in Österreich lebenden Angehörigen der politischen Gefangenen in der Türkei seit Ende Jänner keinen Termin gewährt und dieses Thema völlig ignoriert. Die Grünen fordern daher Ferrero-Waldner auf, sich gegenüber ihrem türkischen Amtskollegen für eine sofortige Verbesserung der Haftbedingungen einzusetzen", so die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, anläßlich einer Demonstration der Angehörigen am Wiener Ballhausplatz.

Die Außenministerin soll sich zudem in der EU dafür einsetzen, daß die Türkei die eklatanten Menschenrechtsverletzungen in den türkischen Gefängnissen sofort beendet. Die Grünen fordern die Außenministerin weiters auf, die türkische Regierung auch direkt zu drängen, ihre menschenverachtende und ignorante Haltung gegenüber den Haftbedingungen in den türkischen Gefängnissen abzulegen. "Mit der derzeit gezeigten Haltung ist der Beitrittskandidat Türkei nicht würdig Mitglied
in der Wertegemeinschaft der EU zu werden. Derartige Menschenrechtsverletzungen sind unzulässig und zu verurteilen", so Lunacek.

Seit Oktober 2000 befinden sich etwa 250 Gefangene in türkischen Gefängnissen im Hungerstreik, um menschlichere Haftbedingungen zu erreichen. Inzwischen sind 14 Häftlinge den Hungertod gestorben, 30 Gefangene kamen beim Sturm der Polizei auf die Gefängnisse im Dezember ums Leben, erinnert Lunacek.

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