Hauptverband der Sozialversicherungsträger erledigt Vorarbeiten für Zwangsarbeiterentschädigung

Bereits über 6.000 Anträge in zwei Jahren

Wien (OTS) - Die bereits vor einigen Jahren ausgelöste Diskussion betreffend Entschädigung für ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter hat dazu geführt, dass immer häufiger Anfragen bzw. Anträge auf Entschädigung dieses Personenkreises in Österreich eingelangt sind, für deren Bearbeitung selbst aber keine zentrale Einrichtung geschaffen wurde. Allein in der Zeit von Oktober 1998 bis 31. März 2001 wurden vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger über 6.100 Anträge ehemaliger KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter mit mehr als 13.000 Schriftstücken bearbeitet. Mag. Norbert Vanas, stv. Generaldirektor des Hauptverbandes: "Konkret handelt es sich dabei nicht nur um Anträge der Betroffenen selbst, sondern auch um Ansuchen von Botschaften der jeweiligen Staaten oder internationaler Hilfsorganisationen wie dem Internationalen Suchdienst oder dem Roten Kreuz."

Der Hauptverband hat im Hinblick auf die besonders berücksichtigungswürdige Situation der Betroffenen bereits im Jahre 1998 die österreichischen Kranken- und Pensionsversicherungsträger auf die sensible Angelegenheit hingewiesen und gleichzeitig Schritte unternommen, um im Interesse dieser Personen eine rasche und möglichst unbürokratische Erledigung sicherzustellen. Dazu gehören nicht nur die Koordination mit allen österreichischen Sozialversicherungsträgern, sondern auch mit sämtlichen in Betracht kommenden Einrichtungen - unter anderem mit dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, dem Büro der Regierungsbeauftragten Dr. Maria Schaumayer, den österreichischen Botschaften, den Ämtern der Landesregierungen, sowie der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" in Berlin. Grundsätzlich erhalten ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter in Österreich nach dem am 27. November 2000 in Kraft getretenen Versöhnungsfondsgesetz dann eine Entschädigung, wenn Sie entsprechende Nachweise in Form von Meldebestätigungen oder Nachweise von in Österreich erworbenen Versicherungszeiten in der betreffenden Zeit vorlegen können.

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