Görg präsentiert Konzept zur Neugestaltung der Neubaugasse

Wien, (OTS) Vizebürgermeister und Planungsstadtrat Dr. Bernhard Görg präsentierte am Freitag in einem Pressegespräch gemeinsam mit Architekt Prof. DI Manfred Nehrer das Ergebnis eines geladenen Architektenwettbewerbs zur Neugestaltung der Neubaugasse.

"Mir war dieser Wettbewerb ein sehr großes Anliegen, da von der geplanten Neugestaltung alle profitieren würden: die Bewohner der Neubaugasse und des ganzen Bezirks, weil die Nahversorgung und die Infrastruktur noch stärker gesichert wird, und die Kaufleute, weil diese Straße dadurch für die Kunden noch attraktiver wird", sagte Vizebürgermeister Bernhard Görg. "Umso mehr freue ich mich, dass bei diesem Wettbewerb ein so innovatives und interessantes Projekt gesiegt hat, das hoffentlich auch zur Umsetzung kommen wird". "Ich kann dem Bezirk nur wünschen, dass dieses Projekt umgesetzt wird", ergänzte auch Architekt Pro. Manfred Nehrer, der Vorsitzende der Wettbewerbsjury.

Der Wettbewerb

Vor 8 Jahren wurde die Neubaugasse auf Initiative der Kaufleute, die sich seit 1983 zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen haben, neu gestaltet. Dennoch bedarf die Neubaugasse als wichtiger Straßenraum einer weiteren gestalterischen Aufwertung. Im wesentlichen soll diese eine bessere Nutzbarkeit als Straßenfläche vor allem für die angrenzenden Bewohner und die Kunden ermöglichen bzw. initiieren. Daher hat die Stadt Wien (MA 19) einen geladenen Wettbewerb "Ideenfindung Gestaltungskonzept Neubaugasse" ausgeschrieben. Eingeladen wurden drei Architekten, die über besonders gute Ortskenntnisse verfügen, da sie entweder in der Neubaugasse wohnen oder dort ihr Büro haben.

Allgemeine Zielvorstellungen für die Neugestaltung

o Die Gestaltung soll mittels einheitlichem, einzigartigem Design

der gesamten Neubaugasse zwischen Mariahilfer Straße und Lerchenfelder Straße zu einer Trademark der Geschäftsstraße Neubaugasse werden.
o Die Gestaltung soll mit dem Ziel, die Neubaugasse als

Geschäftsstraße zu fördern, erfolgen.
o Die Gestaltung soll die Individualität der Neubaugasse und die

Unterscheidungsmerkmale zwischen Neubaugasse und Mariahilfer Straße hervorheben.
o Die bestehende Verkehrsorganisation soll beibehalten werden.
o Rücksichtnahme auf bestehende Schanigärten und Warenausräumung.

Vorschläge zu einer optimalen gestalterischen Einbindung sind möglich, die grundsätzliche Funktion und Größe dieser Einrichtungen zur Belebung der Straße sollen aber erhalten bleiben.

Jury-Mitglieder des Wettbewerbs:

o Arch. Prof. DI Manfred Nehrer, Vorsitzender
o Arch. DI Bernd Stanzel, stv. Vorsitzender
o BR Walter Horak stv. für BV Dr. Gabriele Zimmermann (BV7)
o SR Mag. Klaudius Foltin (MA 19)
o Ing. Werner Sopper (Verein Schaufenster Neubaugasse)
o Ing. Friedrich Ehm (MA 4)
o DI Heinrich Kugler (WKW)

Die Expertenjury hat sich mit dem Projekt von Architekt Mag. Gerhard Steixner, Neubaugasse 8, 1070 Wien, für die innovativste Lösung entschieden:

Künftig sollen Medialines - ein in Österreich noch nie angewandtes Lichtsystem von 3M - als übergeordnetes und verbindendes Element der gesamten Neubaugasse das Aussehen der Neubaugasse unverwechselbar machen. Diese Medialines sind gleichzeitig Straßenbeleuchtung und Effektlicht (auch computergesteuerte Lichtorgeleffekte sind möglich). Ihr Verlauf ist ausschließlich aus den topographischen Gegebenheiten generiert und soll das Image der Neubaugasse auf eine einzigartige Weise prägen.

Jury-Beurteilung über das Projekt

Das Projekt von Architekt Gerhard Steixner wird infolge seiner innovativen Beleuchtung und dem zurückhaltenden Einsatz der Mittel (Betonung der Eingangsbereiche durch herausragende Lichtelemente und einheitliche Oberflächengestaltung sowie vertikale Betonung von Hausmauern und Feuermauern) zur Umsetzung empfohlen. Dabei ist insbesondere im Eingangsbereich Mariahilfer Straße zu versuchen, eine niveaufreie Oberflächengestaltung mit Busführung analog zum Graben West zu erreichen, um den Kundenstrom in die Neubaugasse zu lenken.

Das Lichtsystem ist auf seine Brauchbarkeit für Gestaltung/Beschriftung zu untersuchen, damit auch tagsüber eine deutliche Wirkung erreicht werden kann (eventuell auch als Kunstinstallationen und mit unterschiedlichen Lichtrohrdimensionen). Die Medieninstallation an Feuermauern ist als Idee weiter zu entwickeln.

Darüber hinaus soll eine Vereinheitlichung und Bereinigung der Straßenmöblierung vorgenommen werden.

Was bedeutet die Neugestaltung für die Kaufleute in der Neubaugasse?

Mit dieser Attraktivierung soll ein weiterer Beitrag zur Erhaltung der innerstädtischen Kaufkraft sowie zur Sicherung der Nahversorgung sowie der Infrastruktur und Geschäftsstandorte geleistet werden. "Für die Neubaugasse als "Straße der Spezialisten" erscheint es von existenzieller Bedeutung, die hohe Frequenz der Mariahilfer Straße zu nutzen und den Kundenstrom durch optische Sogwirkung in die Intimität dieser Querstraße zu führen", sagte Ing. Werner Sopper vom Verein "Schaufenster Neubaugasse".

Partielle Insellösungen als Faszinationspunkte und Beleuchtung von historischen Gebäuden, sowie die Anbringung einer mehrstöckigen Videowall Ecke Mariahilfer Straße als Signal eines zeitgemäßen europäischen Erscheinungsbildes scheinen ein erfolgversprechender Weg zu sein, so Sopper weiter.

Durch dieses Facelifting können neue Erlebniswelten europäischen Zuschnitts geschaffen werden, welche auch für internationale Kettenbetriebe einen Anreiz zur Errichtung von Outlets bieten, sagte Sopper. Die Zukunft der Neubaugasse gehört der Symbiose von traditionellen Fachgeschäften und Filialbetrieben nationaler und internationaler Prägung, so Sopper abschließend. (Schluss) kru

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