Zwei österreichische Filme mit ORF-Beteiligung beim Filmfestival in Cannes

Hanekes "Klavierspielerin" und Hausners "Lovely Rita" in "Sélection Officielle"

Wien (OTS) - Zum 54. Filmfestival von Cannes, das vom 9. bis 20.
Mai 2001 stattfindet, sind zwei österreichische Kinofilme, die der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens gefördert hat, in den Programmen der "Sélection Officielle" vertreten: Hanekes "Klavierspielerin" und Hausners "Lovely Rita".

Michael Hanekes Jelinek-Verfilmung "Die Klavierspielerin"
In den Wettbewerb eingeladen wurde Michael Hanekes hochkarätig besetzte Verfilmung des Elfriede-Jelinek-Romans "Die Klavierspielerin", in der Stars wie Isabelle Huppert und Annie Girardot im Herbst 2000 in Wien vor der Kamera standen. Die österreichisch-französische Koproduktion erzählt die Geschichte einer Klavierlehrerin, dargestellt von Huppert, die mit ihrer tyrannischen Mutter, verkörpert von Girardot, in einer hermetisch abgeschotteten Welt von Hassliebe und Abhängigkeit lebt, bis dieser Zustand sie in Voyeurismus und masochistische Selbstverletzung treibt. An der Seite von Huppert und Girardot sind in weiteren Rollen unter anderem Benoît Magimel, Susanne Lothar und Udo Samel zu sehen.
Für Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke bedeutet dies nach "Funny Games" (1997) und "Code Inconnu" (1999) die dritte Einladung in den Wettbewerb des Festivals von Cannes.
"Die Klavierspielerin" ist eine Produktion der WEGA FILM, in Koprodukton mit MK2, hergestellt mit Unterstützung von ORF, ÖFI und WFF.

Spielfilmdebüt "Lovely Rita" von Nachwuchsregisseurin Jessica Hausner In der Reihe "Un Certain Regard" startet in Cannes Jessica Hausners Spielfilmdebüt "Lovely Rita", eine bestechend scharfe Milieustudie einer kleinbürgerlichen Welt und ihrer zerbrechlichen Kulissen. Ihr trotziges und unverschämtes Handeln macht die 15-jährige Rita zur Außenseiterin, ihr unbändiges Verlangen nach Liebe und Zuwendung endet in einem Desaster.
Die 29-jährige Regisseurin Jessica Hausner, die auch das Drehbuch zu "Lovely Rita" verfasste, arbeitete für diesen Film durchwegs mit Laiendarstellern. In der Titelrolle ist Barbara Osika zu sehen, in weiteren Rollen standen Karina Isabella Brandlmayr, Felix Eisler, Peter Fiala, Gabriele Wurm-Bauer, Harald Urban, Ursula Pucher u. v. a. vor der Kamera.
Hausner war bereits mit ihrem Erstlingsfilm "Inter-View" 1999 beim Internationalen Filmfestival in Cannes, der in der Kategorie "Séléction Officielle - Cinéfondation" mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Auch "Flora", einer ihrer Kurzfilme, wurde mehrfach preisgekrönt, so zum Beispiel 1997 beim Filmfestival von Locarno und bei der Viennale und auch beim Festival von Angers 1999. "Lovely Rita" ist eine Produktion von COOP 99 und PRISMA FILM, in Kooperation mit Essential Film (Berlin), hergestellt mit Unterstützung ORF, ÖFI und WFF.
Unter dem Dach der Produktionsfirma COOP 99 Film haben sich die jungen österreichischen Filmschaffenden Barbara Albert, Martin Gschlacht, Michael Seeber, Antonin Swoboda, Heinz Stussak und Jessica Hausner zusammengeschlossen.

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