Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Baustellen auf der A1

Pröll appelliert an Disziplin der Autofahrer

St.Pölten (NLK) - Der weitere Ausbau der Westautobahn im Raum Haag (in Fahrtrichtung Wien) und im Raum Melk (in Fahrtrichtung Salzburg) im heurigen Jahr steht auch ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. "Erstmals in Österreich werden im Gegenverkehrsbereich ganz spezielle Mitteltrennwände aufgestellt, um die Unfallhäufigkeit zu reduzieren", so heute in Haag Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der sich von dieser Maßnahme einen Rückgang der Unfälle um einen zweistelligen Prozentsatz erwartet. Auch deshalb, weil pro Fahrtrichtung ein um einen halben Meter breiterer Fahrstreifen zur Verfügung steht. Pröll:
"Die Mehrkosten von insgesamt 35 Millionen Schilling sind durchaus gerechtfertigt, wenn damit Unfälle mit Verletzten oder sogar Toten verhindert werden können." Des weiteren werden fixe und mobile Radareinrichtungen in Baustellenbereichen - drei Stück pro Fahrtrichtung - aufgestellt, um eine lückenlose Überwachung zu ermöglichen. "Denn die Disziplinlosigkeit", so Pröll, "ist nach wie vor die häufigste Unfallursache." In diesem Zusammenhang richtete der Landeshauptmann an alle Verkehrsteilnehmer den dringenden Appell, Rücksicht auf sich selbst und andere zu nehmen, "sonst sind alle diese Sicherheitsmaßnahmen wertlos." Das zeigen auch Untersuchungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf Strecken mit Tempo 60 und 80, wie beispielsweise auch in den Baustellenbereichen, und die Sicherheitsabstände werden kaum eingehalten.

Zuversichtlich zeigte sich Pröll, was den weiteren Ausbau der Westautobahn auf drei Spuren inklusive eines Pannenstreifens betrifft und Teil des 15 Milliarden-Straßenausbaupaketes ist. Im Vorjahr wurden dafür 500 Millionen Schilling aufgewendet, heuer werden weitere 500 Millionen investiert und damit bereits insgesamt 60 Kilometer ausgebaut. Er, Pröll, werde alles daran setzen, dass der im Zeitplan liegende Ausbau auch weiterhin auf Punkt und Beistrich erfüllt werden kann.

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