AKNÖ warnt vor Schwindelinseraten

Nebenverdienst bei Heimarbeit erweist sich als Nepp

Wien (OTS) - Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) warnen vor scheinbar lukrativen Nebenjob-Inseraten in Zeitungen. Gegen einen Geldbetrag wird Arbeitssuchenden wertloses Informationsmaterial zugesandt. "Betroffen sind unter anderem Frauen und Mütter, die sich ihr kleines Einkommen oder das Wirtschaftsgeld ein wenig aufbessern möchten. Oft sind diese Frauen nur eingeschränkt mobil - Heimarbeit scheint da die Lösung für ihre finanziellen Probleme zu sein. Dabei werden sie leicht Opfer für solche skrupellose Geschäftemacher!", Josef Staudinger, Präsident der AKNÖ, ist empört. Die Arbeiterkammer weist schon seit vielen Jahren auf die zum Teil betrügerischen Machenschaften der Nebenerwerbsanbieter hin. In vielen Tageszeitungen tauchen Kleinanzeigen wie z. B. "lukratives Zusatzeinkommen von 60.000 Schilling sind möglich" oder " ca. 2.000 Schillling wöchentlich" auf . Doch dahinter verbirgt sich statt des versprochenen Nebenverdienstes ein großer Verlust für die Betroffenen. Gegen ein Rückporto erhält man nähere Informationen und ein Starpaket mit wertlosen Tipps.
Aufgefallen ist den AKNÖ-Konsumentenschützern, dass die Methoden in den letzten Jahren immer unseriöser werden. Den Interessierten werden lukrative Einkommen zugesichert, die aber nicht gehalten werden. Auch im Internet finden die Konsumentenschützer eine Anzahl von Angeboten für Neben- und Zusatzverdienste. Der Verdacht, dass es sich dabei um eine pyramidenähnliche Verbreitung handelt, liegt nahe. Pyramidenspiele und Kettenbriefe sind allerdings nach österreichischem Strafrecht verboten.

Achtung vor Firma Gutdeutsch

Im Landesgericht Korneuburg ist unter dem Vorsitz von Richter Dr. Martin Hohenecker zur Zeit ein Prozess gegen die Geschäftsführerin der Firma Manuela Gutdeutsch anhängig. Sie steht unter dem Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges. Dazu La Garde, AKNÖ-Konsumentenschützer: "Die Firma Gutdeutsch hat diese Form der Nebenerwerbstätigket besonders massiv angeboten. Es haben sich einige Betroffene österreichweit gemeldet, die finanziellen Schaden erlitten haben. Dabei geht es um Beträge zwischen 500 Schilling und in einem konkreten Fall um sage und schreibe 120.000 Schilling!"
Bis zur Beendigung des Prozesses gilt die Unschuldsvermutung. Betroffene, die sich von der Firma Gutdeutsch geschädigt fühlen, können sich entweder an die Staatsanwaltschaft Korneuburg unter der Aktenzahl 3ST/ 129/ 01 oder an die Konsumentenschützer der AKNÖ unter 0800/ 232323-1462 wenden.

Die AKNÖ-Konsumentenschützer warnen daher dringend davor, gutgläubig Heimarbeit anzunehmen. Wenn Jobsuchende ein solches Inserat lesen, daran interessiert aber unsicher sind, ob das Angebot auch wirklich seriös ist, sollen sie sich an die Arbeiterkammer wenden. Höchste Vorsicht ist geboten, wenn man im vorhinein Kaution bezahlen soll. Prinzipiell, das ist der einhellige Tenor der Konsumentenschützer, kann man davon ausgehen, dass lukrative Heimarbeit über Inserate beworben nicht wahrscheinlich ist.

Wichtige Tipps der Konsumentenberater zum richtigen Umgang zur Heimarbeit:
Vorerst beim AMS (Arbeitsmarktsservice) nachfragen, welche seriösen Firmen Heimarbeit anbieten.
Auf keinen Fall mit Firmen Verträge eingehen, die eine Abnahmeverpflichtung des Materials vorschreiben und dafür eine Anzahlung verlangen.
Meiden Sie auf jeden Fall Firmen, die nur ein Postfach angeben oder eine Mehrwerttelefonnummer.
Je verlockender das Angebot desto größere Vorsicht ist geboten.

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