Dirnberger: Niederösterreich setzt Meilenstein zur besseren Versorgung mit Kassenärzten

ÖVP-Antrag im Landtag für mehr Fachärzte und für längere, tägliche Ordinationszeiten für Patienten

St. Pölten (OTS) - Einen österreichweiten einmaligen Schritt hat gestern der NÖ-Landtag gesetzt. Auf Initiative eines ÖVP-Antrages soll die Bundesregierung dafür sorgen, dass es - als Ausgleich zur Ambulanzgebühr - endlich zu mehr Fachärzten mit Kassenverträgen kommt, insbesonders durch Streichung des Paragraf 343 ASVG.

AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) begrüßt diesen Vorstoß: "Der Paragraf 343 ASVG legt fest, dass Ärzte mit einer Krankenkasse nur dann einen Vertrag abschließen dürfen, wenn dem die Ärztekammer zustimmt. Damit die alteingesessenen Ärzte nicht junge Konkurrenz bekommen, hat die Ärztekammer in vielen Fällen neue Kassenverträge verhindert. Lange Wartezeiten auf einen Termin und stundenlanges Sitzen in den Wartezimmern war für die Patienten die eine Folge. Eine andere Folge war, dass die Patienten in die Spitalsambulanzen abgewandert sind. So sind in den vergangenen 10 Jahren die Besuche in Spitalsambulanzen um 50 Prozent gestiegen. Als Ausgleich zur Ambulanzgebühr muss es daher mehr Fachärzte mit Kassenvertrag geben."

Weintögl steht still und stumm im Wald herum

Der Beschluss des NÖ-Landtages ist auch eine klare Antwort auf die Aussage des Präsidenten der NÖ-Ärztekammer Weintögl (OTS 186 vom 19.4.2001). Dieser hatte gestern gemeint, es gäbe in Niederösterreich genügend Kassenvertragsärzte. "Der gute Herr Dr. Weintögl "steht still und stumm im Wald herum" und will offensichtlich keine Ahnung davon haben, was sich wirklich abspielt. Statt sich um das Wohl der Patienten zu kümmern, und dazu gehört auch ein rascher Zugang zu Kassenärzten, geht es ihm nur um die Verteidigung der Pfründe alteingesessener Ärzte. Damit wird jetzt Schluss sein. In der Gesundheitspolitik müssen die Interessen und Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen und nicht die Sonderinteressen von Etablierten", weist Dirnberger die Forderungen des NÖ-Ärztechefs zurück. "Wenn Weintögl meine, Die Vermehrung der Anzahl der Ärzte ist nicht zielführend , so handle er zudem rücksichtslos gegen die vielen Jungärzte, die oft jahrelang auf einen Kassenvertrag warten müssen", kritisiert Dirnberger.

Fachärzte mit Kassenvertrag müssen künftig täglich Ordination öffnen

"Der Beschluss des NÖ-Landtages fordert aber nicht nur mehr Kassenverträge für Fachärzte, sondern auch, dass Fachärzte mit Kassenvertrag ihre Ordination künftig täglich (Mo - Fr) öffnen müssen und dass die Mindestordinationszeit erhöht wird", fasst Dirnberger, der seit Jahren unter dem Slogan "Wir kurieren den Ärztemangel" um eine Lösung dieses österreichweiten Problems kämpft, zusammen.

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