Bartenstein: Bosnien ist Top-Adresse für Österreichs Wirtschaft

Österreich auf dem Weg zum größten Investor in Bosnien / Wirtschaftsminister in Sarajewo

Wien (BMWA/OTS) - "Österreichs Wirtschaft nützt ihre Chancen auf dem rasch wachsenden bosnischen Markt hervorragend", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein anlässlich eines Besuches in Bosnien, bei dem er nicht nur mit dem bosnischen Premierminister, den zuständigen Ministern für Außenhandel und EU und dem UN-Sonderbeauftragten Petritsch, sondern auch mit einer hochrangigen österreichischen Wirtschaftsdelegation zusammentraf. "Die österreichischen Exporte nach Bosnien-Herzegowina sind allein im vergangenen Jahr um ein Drittel auf fast 2,4 Milliarden ATS gestiegen; bei den Neuinvestitionen war Österreich im vergangenen Jahr - wie in Kroatien - Nummer zwei und ist auf bestem Weg, heuer so wie in Slowenien den Spitzenplatz zu erreichen. Dabei ist es positiv, dass diese Entwicklung keine Einbahnstraße darstellt: Die bosnischen Exporte nach Österreich sind im Jahr 2000 um 45% gewachsen, was der Wirtschaftsentwicklung ein gutes Zeugnis ausstellt", so Bartenstein.

Freilich ist noch ein gutes Stück Weges zu gehen. Während in Bosnien die Wachstumsdynamik mit zuletzt 10% hoch, die Inflation mit unter 4% gering und die Währung stabil sind und auch - etwa durch Abschaffung der Zahlungsbüros - erste Reformschritte gesetzt wurden, fehlt nach wie vor ein einheitlicher Binnenmarkt und besteht Aufholbedarf insbesondere bei der Privatisierung und im Bereich der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen. Hier ist österreichisches know-how ebenso gefragt wie die Kompetenz österreichischer Unternehmen bei der Entwicklung der Infrastruktur. Die bosnische Seite hat sich ausdrücklich für die von Österreich geleistete humanitäre Hilfe bedankt. "Meine konkreten Angebote betreffend die Schulung hoher Beamter sowie Unterstützung beim Aufbau eines Garantiesystems für KMUs nach österreichischem Vorbild wurden positiv aufgenommen. Von besonderer Bedeutung ist auch eine rasche Heranführung Bosniens an die EU und die WTO sowie, binnen kurzer Zeit, an den Europarat. Dies sind auch die Prioritäten der bosnischen Regierung. Österreich tritt für eine rasche Durchführung sowohl der Verhandlungen für ein Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen mit der EU, als auch für den WTO-Beitritt ein", resümierte Bartenstein sein Gespräch mit Premierminister Matic.

"Das von einem österreichischen Unternehmen eingerichtete erste Internet-Portal in Bosnien ist Symbol für den Übergang von einer von Hilfe getragenen zu einer von Investitionen bestimmten Wirtschaft", sagte Bartenstein anlässlich der Eröffnung dieser ersten Auslandsinvestition in Hochtechnologiebereich seit Kriegsende.

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