Schwarzböck: Milchpreis auch für Österreichs Bauern erhöhen

Faire Partnerschaft von Verarbeitung und Handel gefordert

Wien, 20. April 2001 (AIZ). - "Lebensmittel als Lockartikel zu missbrauchen, widerspricht allen Qualitätsbemühungen der Produzenten. Vielmehr müssen Lebensmittel, die - wie die Milch -höchste Qualität bei gleichzeitig kontrollierter Sicherheit aufweisen, ihren Wert und somit auch ihren Preis haben. Gerade bei der Milch zeigt sich, dass die Konsumenten die österreichische Herkunft zu schätzen wissen und durchaus bereit sind, dafür einen angemessenen Preis zu bezahlen. Allerdings müssen auch die Bauern einen fairen Anteil vom Markterlös erhalten", forderte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, von Verarbeitern und Handel eine faire Partnerschaft ein: "In diesem Zusammenhang unterstützen die Bauern die derzeitigen Bestrebungen der heimischen Milchverarbeiter, einen höheren Preis für Konsummilch zu erzielen", so Schwarzböck. ****

"Österreichs Bauern erhalten für die von ihnen erzeugte, qualitativ hochwertige Milch einen vergleichsweise niedrigen Erzeugerpreis. Vergleiche mit dem benachbarten Ausland zeigen, dass die Molkereien den Bauern dort einen höheren Milchpreis zahlen. Vor allem in Deutschland haben sich die Erzeugerpreise im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Wir verlangen daher auch für die rund 60.000 heimischen Milcherzeuger einen gerechten Preis für ihr Produkt", so Schwarzböck weiter.

"Die Konsumenten verlangen bei Lebensmitteln mit Recht Sicherheit, Qualität, Vielfalt und lückenlose Dokumentation der Herkunft. Um dies zu erreichen, sind neben den Bauern auch Verarbeiter und Vermarkter gefragt. Der niedrige Milchpreis für die Bauern ist durch nichts gerechtfertigt. Es muss das gemeinsame Ziel aller Marktpartner sein, dass die Bauern für ein unter strengen Auflagen produziertes Produkt höchster Qualität, wie es die österreichische Milch ist, auch einen entsprechenden Erlös erzielen können", verlangte Schwarzböck abschließend.
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