KV-Abschluss: Bauhilfs- und -nebengewerbe

Kollektivvertragsabschluss für die rund 30.000 ArbeiterInnen in Bauhilfs- und -nebengewerbe bringt Reallohnerhöhung

Wien (GBH/ÖGB). "Nach langen und äußerst schwierigen Verhandlungen konnte mit dem Vertragspartner Bauhilfs- und -nebengewerbe ein neuer Kollektivvertrag mit einer Reallohnerhöhung abgeschlossen werden", stellte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB Vizepräsident Johann Driemer im Namen des gesamten Verhandlungsteams der Gewerkschaft Bau-Holz fest.++++

Es wurde eine Laufzeit von zweimal 12 Monaten, jeweils beginnend mit 1. Mai, vereinbart.
In der ersten Etappe werden die KV-Löhne um 2,7 Prozent erhöht, das entspricht einer Erhöhung des Stundenlohnes um rund 3 Schilling.

Mit der Umstellung auf EURO mit 01.01.2002 erfolgt eine Aufrundung auf volle Cent.

In der zweiten Etappe werden die KV-Löhne um weitere 2,55 Prozent erhöht. Dies bedeutet einen weiteren Zugewinn beim Stundenlohn.

Vereinbart wurde auch die Parallelverschiebung, d.h., die bestehenden Überzahlungen bleiben aufrecht.

Im Rahmenkollektivvertrag wurden Verbesserungen bei den Kündigungsfristen vereinbart.

In Bezug auf die Vorlehre wurde rechtlich abgesichert, dass die Vorlehre zu keiner Verringerung der Lehrlingsentschädigung führen darf.

Die Probezeit und Behaltefrist für Lehrlinge wird den gesetzlichen Regelungen angepasst.

Die KV-Partner erklärten außerdem die Absicht, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich mit einer Qualifizierungsoffensive für die BauarbeitnehmerInnen beschäftigen soll.

Für Glaser, Hafner, Platten- und Fliesenleger, Dachdecker, Pflasterer und Zimmermeister wurden Sondervereinbarungen hinsichtlich einer Vereinheitlichung der Lohnordnungen und Löhne getroffen.

Für das Bauhilfsgewerbe wird eine Anpassung der Weihnachtsremuneration beabsichtigt. (hk)

ÖGB, 20. April 2001
Nr. 313

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