Tag gegen Lärm

Kefermarkt (OTS) - Da Lärm, auch international gesehen noch immer ein wesentliches Umweltproblem darstellt, wurde vor sechs Jahren der "Tag gegen Lärm" (International Awareness Day) ins Leben gerufen. Heuer findet dieser Tag am 25. April 2001 statt.

In Deutschland findet der Tag gegen Lärm - insbesondere auf Inititative des Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung (DAL) -bereits zum vierten mal statt. Dabei beteiligen sich unter anderem eine Reihe von Politikern, diverse kommunale Umwelt- und Gesundheitsschutzeinrichtungen, Schulen, Ärzte, Institutionen und Firmen (z.B. jene, welche sich mit der Erzeugung und dem Vertrieb von Gehörschutzmittel beschäftigen).

Auch der Österreichische Arbeitsring für Lärmbekämpfung (ÖAL) möchte an diesem Tag auf die Bedeutung des Lärms als Umweltproblem in Österreich hinweisen, wenn auch durch zahlreiche Maßnahmen, insbesondere an Straßen- und Schienenstrecken schon viel in bezug auf Lärmminderung erreicht wurde.

So fühlen sich nach dem Mikrozensus 1998 in Österreich insgesamt 24,9% der Bevölkerung durch Lärm in ihrer Wohnung tags und / oder nachts gestört. Der Anteil der stark oder sehr stark gestörten Bevölkerung beträgt 13,7%. Etwa 78% der stark und sehr stark gestörten Personen nennen den Verkehr als Ursache, darin ist der Straßenverkehr mit ca. 65% vorherrschend. Der Schienenverkehr ist mit ca. 7% der Nennungen als Ursache der starken oder sehr starken Lärmstörung nur ein örtliches Problem, desgleichen der Flugverkehr mit ca. 6%.

Lärm ist ein Stressor, der sowohl als Einzelfaktor als auch in Kombination mit anderen Umwelteinflüssen belastend auf den Menschen einwirkt. Die häufigsten negativen Wirkungen sind Stoffwechselveränderungen, Behinderung der Kommunikation, Schlafstörungen, Minderung der Konzentrationsfähigkeit und Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Durch Dauerlärm wird das Herzkreislaufsystem belastet. Hohe Schallpegel am Arbeitsplatz können bei langjähriger Einwirkung zu irreversibler Schwerhörigkeit führen, sodaß mittlerweile Lärmschwerhörigkeit die häufigste Berufskrankheit ist.

Gemeinsam mit dem DAL ruft daher auch der ÖAL auf, am 25.04.2001 um 14:15 Uhr 15 Sekunden lang Ruhe einzuhalten.

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(Geschäftsführung des ÖAL)
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Dr. Judith Lang
Tel.: (01) 317 53 94

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