Die MQ-Diskussionsserie "1:2001" geht am 27. April in die zweite Runde: CULTURAL INDUSTRIES. DER UNDERGROUND-KOMPLEX

Wien (OTS) - Der britische Soziologe Justin O'Connor diskutiert über kulturelle Kleinstunternehmen im Zeitalter der globalen Entertainment-Industrie und mögliche Perspektiven für das Quartier 21 im MuseumsQuartier Wien.

Am 27. April 2001 um 19.30 Uhr findet im MuseumsQuartier eine Diskussion zum Thema "Cultural Industries. Der Underground-Komplex" statt. Diese Veranstaltung ist bereits die zweite von drei Diskussionsrunden der MQ-Reihe "1:2001".

"1:2001" ist eine dreiteilige Veranstaltungsserie, die das MuseumsQuartier Wien im kritischen Vergleich mit internationalen Entwicklungen beleuchtet und zusammen mit dem ORF-RadioKulturhaus veranstaltet. Den Auftakt zu "1:2001" machte im März Damien Whitmore von der Londoner Tate Modern mit einem Vortrag zum Thema "Cultural Power Stations".

Das Impulsreferat für die Veranstaltung am 27. April hält Dr. Justin O Connor, Direktor des "Manchester Institute for Popular Culture", einer der profiliertesten, britischen Experten im Bereich der "Cultural Studies". O Connor gilt als ein Motor der europäischen Diskussion zu diesem Thema.

Dr. Justin O'Connor leitet seit 1995 das Manchester Institute for Popular Culture (MIPC). Sein Arbeitsgebiet umfasst die Bereiche "Urban Cultures and Lifestyles", "Urban Regeneration", "Cultural Policy and City Imaging" sowie "Cultural Industries". Justin O"Connor publizierte zahlreiche wissenschaftliche Artikel zu diesen Themen und fungierte als Mitherausgeber des Buches "From the Margins to the Center: Cultural Production in the Postindustrial City". In Vorbereitung befindet sich sein aktuelles Buch "Cultural Industries and the City". Die Ergebnisse einer von ihm geleiteten zweijährigen Studie über die Situation der "Cultural Industries" in acht europäischen Städten wurde erst kürzlich fertiggestellt.

Cultural Industries im MuseumsQuartier Wien?

Die Vortragsveranstaltung am 27. April bietet die Möglichkeit, die Geschichte des Begriffes "Cultural Industries" von den Anfängen in Großbritannien bis in die unmittelbare Gegenwart zu verfolgen. Konkrete Beispiele aus anderen europäischen Städten sollen illustrieren, unter welchen kultur- und wirtschaftspolitischen Vorzeichen die kulturellen Kleinstunternehmen wahrgenommen und gefördert werden. Die lokalen Kunst-, Musik- und Modelabels, die Architektur-, Multimediastudios und Designbüros prägen heute mehr denn je das Kulturangebot der Metropolen, sie bilden ständige Interfaces zum globalen Wissensfluss und pendeln wie selbstverständlich zwischen privaten Märkten und öffentlicher Förderung. Viele der typischen Kleinstunternehmen in diesem Bereich gehören den "Cultural Industries" ebenso wie dem Underground an und lassen sich längst nicht mehr in Schubladen wie "Kommerzkultur" oder "Hochkultur" einordnen. Ebenso kurzsichtig ist die polemische Verkürzung des gesamten Sektors auf seine rein ökonomische Funktion.

Inwieweit sich die lokalen "Cultural Industries" tatsächlich abseits der globalen Entertainment-Konzerne entwickeln können, wird auch am konkreten Beispiel des Quartier 21 im MuseumsQuartier zu diskutieren sein.

Im Quartier 21 werden ab Sommer 2002 kleine, autonome Institutionen aus unterschiedlichsten Kulturbereichen eine Infrastruktur vorfinden, die Produktionsstudios ebenso wie Artists-In-Residence Ateliers, eine Veranstaltungsarena sowie Büro-und Konferenzräumlichkeiten beinhaltet.

Kurzinformation:
Cultural Industries: Der Underground-Komplex
Impulsvortrag von Justin O Connor im Rahmen der Veranstaltungsserie 1:2001

Freitag, 27. April 2001, 19:30 Uhr
MuseumsQuartier Wien;
Museumsplatz 1/5, 1070 Wien;
Infopool-Besucherzentrum

Moderation:
Sven Gächter; Kulturjournalist in Wien

Diskussionspartnerin:
Susanne Kirchmayer alias DJ Electric Indigo

Im unmittelbaren Anschluss an die Diskussion öffnet eine DJ-Lounge mit Electric Indigo und gaechter in der MQ-Ovalhalle.

Eintritt frei.
Vortrag und Diskussion finden in englischer Sprache statt.

1:2001 - Terminvorschau:
Hubs, Networks und Links. Kulturorganisationen im globalen Kontext.
Dienstag, 29. Mai 2001, 19:30 Uhr
Radiokulturhaus; Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien; Großer Sendesaal

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