JP Morgan Fleming: Japans Aktienmarkt vor dem Aufwärtstrend / Wirtschaftliche Reformen zeigen die Bereitschaft Japans, seine Probleme zu lösen

Frankfurt/Main (ots) - Das Wirtschaftsprogramm der japanischen Regierung zeigt, dass Japan seine Probleme erkannt hat. Für die Stabilisierung der japanischen Wirtschaft müssen den vorgestellten Reformen nun Taten folgen. Neben dem Wirtschaftspaket gibt es weitere Indikatoren, die für eine wirtschaftliche Stabilisierung sprechen. Simon Jones, Fondsmanager des FF-Japanese Fund, bleibt optimistisch.

"Die Entwicklung des japanischen Aktienmarktes wird in den nächsten Monaten stark von der Umsetzung der politischen Strukturreformbemühungen abhängen", so Simon Jones, Fondsmanager des FF-Japanese Fund. Mit der Verkündung des Wirtschaftsprogramms der japanischen Regierung habe Japan einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung getan. Die positiven Erwartungen, die mit der Ankündigung der Wirtschaftsreformen einhergingen, waren bereits in die Kurse eingepreist. "Dass die Werte nach der Bekanntgabe wieder leicht nachgab, spiegelte die Enttäuschung der Investoren über die fehlenden Details wider," begründet Simon Jones.

Die einzelnen Reformpunkte zeigen jedoch deutlich, dass Japan bereit sei, die Kernprobleme anzugehen. Veränderte Buchhaltungsvorschriften für eine beschleunigte Abschreibung fauler Kredite tragen zu einer Lösung der Bankenkrise bei. Dem hohen Verschuldungsgrad der Unternehmen werde durch steuerliche Neuregelungen entgegengewirkt. "Unternehmen, die bereit sind Beteiligungen abzubauen, werden nun steuerlich begünstigt," begründet der Fondsmanager.

Neben dem veröffentlichten wirtschaftlichen Reformprogramm sprechen jedoch weitere Indikatoren für eine positive Entwicklung des japanischen Aktienmarktes. "Die Bank of Japan hat bereits mit der Rückkehr zur Nullzinspolitik ihre Bereitschaft zur Ankurbelung der Wirtschaft gezeigt. Auf Unternehmensseite zeigen radikale Restrukturierungen der Unternehmen erste Erfolge," so Jones.

Mit den umfassenden Restrukturierungen seien die Leistungsfähigkeit und Produktivität der japanischen Unternehmen gestiegen. Auf den rund 1.900 Unternehmensbesuchen, die Jones und sein Investmentteam jährlich durchführen, hätten sich bereits erste Anzeichen für einen wirtschaftlichen Wandel gezeigt. "Die Geschwindigkeit der Unternehmensreformen hat in den letzten drei Jahren deutlich zugenommen. In den Management-Etagen hat sich eine neue Philosophie etabliert, die Kapitalrendite und Shareholder-Value in den Mittelpunkt stellt", erklärt der Fondsmanager.

Ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Wandel sei Nissan. "Bis zum Jahr 2005 strebt das Unternehmen eine Kostenreduzierung um 20 Prozent an. Die Zahl der Zulieferer wurde halbiert und Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft zählten, wurden abgestoßen. Die Unternehmenszahlen und die positive Kursentwicklung bestätigen den Erfolg dieser Maßnahmen", so Jones. Dies zeige deutlich, dass die Investoren durchaus bereit sind, ein Aufgeld für wirkliche Restrukturierungen zu zahlen.

"Mit den erfolgreichen Reformen der Unternehmen kehrt gleichzeitig auch das Vertrauen der Anleger in die heimischen Aktien zurück", so Jones. Die Regierung erlaube nun dem Postsparsystem, der Postversicherung und dem staatlichen Rentensystem ihre Engagements in japanische Aktien zu erhöhen, was den Markt weiter unterstütze. "Die Liquidität ist entscheidend für die Stabilisierung des japanischen Aktienmarktes. Da in Japan im Vergleich zu den Vereinigten Staaten, weniger private Anleger ihr Geld in Aktien investieren, sind ausländische Investoren unerlässlich für den japanischen Aufschwung. Derzeit sind beispielsweise US-Pensionsfonds noch stark untergewichtet. Eine weitere Verbesserung der Lage in Japan lässt auf ihre Rückkehr hoffen", betont Jones.

Der Fondsmanager warnt jedoch vor übereilten Investitionen, denn solange keine klare Richtung für die Gesamtwirtschaft erkennbar ist, sei Vorsicht geboten. "Im globalen Portfolio haben wir Japan von untergewichtet auf neutral hochgestuft. Mit unserer Portfolio-Strategie richten wir den Fokus auf qualitatives und unterbewertetes Wachstum sowie auf defensive Qualitätstitel wie beispielsweise die Versorger TEPCO und Chubu", erklärt Jones. "Bau, Immobilien und Banken sind zu meiden, da sie zu den noch unsicheren Branchen zählen."

Die Bewertung der japanischen Aktien sei derzeit auf einem attraktiven Niveau. Für die Zukunft verheiße der japanische Aktienmarkt eine positive Entwicklung. "Dafür sprechen die Maßnahmen der Regierung zur Stützung der Konjunktur in Japan und die bereits erfolgreich angelaufenen wirtschaftlichen Veränderungen", begründet Jones.

ots Originaltext: JP Morgan Fleming
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