Edlinger zu Privatisierungen: Kundenorientierung wichtiger als Privatisierung

Wien (SK) "Bei der Frage von Privatisierungen öffentlicher Unternehmen steht für FPÖ und ÖVP offensichtlich die Frage, wer ist Eigentümer, im Vordergrund. Für die SPÖ ist dagegen entscheidend, dass für die Bürger und Kunden eine optimale Qualität der Leistungen erreicht und sichergestellt werden kann. Kundenorientierung ist wichtiger als Privatisierungswahn. Und dass hohe Qualität auch durch öffentliche Unternehmen erbracht werden kann, dafür gibt es viele Beispiele in Österreich", so SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger gegenüber dem Pressedienst der SPÖ am Donnerstag zu den jüngsten Privatisierungswünschen von FPÖ-Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn.****

Dass auch öffentliche Unternehmen höchste Qualität und dadurch höchste Zufriedenheit bei den Kunden erreichen können, beweisen gerade viele kommunale Dienstleistungsunternehmen in Österreich, wie etwa jene der Stadt Wien, so Edlinger. Die Versorgung der Wiener Bevölkerung mit reinstem Gebirgsquellwasser, eine allen Umwelterfordernissen entsprechende Abwasserentsorgung und -reinigung, eine klaglos funktionierende Müllabfuhr, die einen sehr hohen Recyclinggrad erreicht hat, eines der besten öffentlichen Verkehrssysteme der Welt, ein sicheres und sehr preisgünstiges Energieversorgungssystem, all das zeigt, dass hohe Qualität von Leistungen zu günstigen Preisen auch durch öffentliche Unternehmen erbracht werden kann.

"Und die hohe Qualität der Leistungen ist auch der Grund, weshalb es in der Wiener Bevölkerung kein Bedürfnis nach einer Privatisierung dieser Unternehmen gibt", so Edlinger. Demgegenüber gebe es bereits genügend negative Beispiele von Privatisierungen öffentlicher Versorgungsunternehmen im Ausland. Die Folgen seien häufig geringere Versorgungssicherheit, geringere Qualität der Leistungen, unzählige gekündigte Mitarbeiter, dafür aber Supergagen für neue Manager, kritisierte Edlinger.

Welche Interessen hinter Prinzhorns Ideen stehen, zeige seine Forderung nach einer Privatisierung der Straßen sehr deutlich. "Das bedeutet, dass man künftig für die Benützung der Straßen an private Eigentümer zahlen müsste. Das hieße ein teures Mautpickerl auch für bisherige Bundes-, Landes- oder Gemeindestraßen. Für Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, wäre das eine enorme Mehrbelastung, für die neuen Eigentümer der Straßen dagegen wäre es das große Geschäft mit den Autofahrern. Aber dass die FPÖ die Interessen der kleinen Leute mit Füßen tritt, ist ohnehin keine Überraschung mehr", so Edlinger abschließend. (Schluss)

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