Waneck: Lungenkrebs - Neuorientierung notwendig

Neuerste Erkenntnisse lassen Handlungsbedarf erkennen

Wien, 2001-04-18 (BMSG) - "Nach neuersten Untersuchungen sterben heute mehr männliche Lungenkrebspatienten früher als noch vor 20 Jahren. Daher muß der bisherige Stand der Möglichkeiten im Bereich der Prävention, der Diagnostik und Therapie neu überdacht werden", betonte heute FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit führenden Experten. *****

"Das Bronchus-Karzinom (Lungenkrebs), gehört zu den Haupttodesursachen bei bösartigen Neubildungen. Der Hauptrisikofaktor für die Entstehung des Lungenkrebses ist das Zigarettenrauchen, d.h. die Nikotionabhängigkeit. Besonders bei stark abhängigen Menschen", so Waneck. Die große Anzahl jugendlicher Raucher zeige, daß die Strategien der Tabakkonzerne aufgingen, so der Staatssekretär, der dieser Entwicklung gesundheitspolitisch entgegenwirken will.

Aufgabe der Gesundheitspolitik sei es, epidemiologische Informationen zum Anlaß zu nehmen, um bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung oder Verbesserung der volksgesundheitlichen Situation zu setzen, so Waneck. Aufgrund der Tatsache, daß in Österreich Männer mit Lungenkrebs früher sterben als noch vor 20 Jahren, werde eine Neuorientierung notwendig. "Als Radiologe kann ich sehr gut beurteilen, welche Probleme die Diagnostik dieses speziellen Tumors bereitet", so Waneck.

"Als Gesundheitspolitiker ist mir die Problematik tabakassoziierter Erkrankungen sehr bewußt", so Waneck, der dazu aus einer in der Zeitschrift "Lung Cancer" veröffentlichten Arbeit mit dem Thema "The Anti-Smoking Climate in EU Countries and Poland" zitierte, wonach in Österreich ein sehr raucherfreundliches Klima herrsche. "Somit ist es für die Gesundheitspolitik auch erheblich schwerer ‚das Rauchen’ einzudämmen", so Waneck.

"Die Nikotinabhängigkeit wurde mit der ICD-10 Nummer F 17.2 erstmals als Krankheit anerkannt. Das bedeutet für uns eine noch intensivere Auseinandersetzung mit dem Rauchen und vor allem heißt diese Anerkennung als Krankheit auch, daß es ein Recht auf Behandlung gibt, nach Möglichkeit - und das muß unser erstes Ziel sein - noch vor dem Auftreten eines Bronchus-Karzinoms", betonte Waneck.

"Wir haben uns im Jahr 2001 mit der Gesundheitsvorsorge, also der Prävention von Erkrankungen, einen gesundheitspolitischen Schwerpunkt gesetzt", so Waneck weiter. Dazu gehöre die Umsetzung von Informations- und damit Präventionskampagnen zur Nikotinabhängigkeit.

"In der Prävention unterscheidet man verschiedene Ansätze, z. B.:
Die Primärprävention, also den Versuch, zu verhindern, daß - vor allem - junge Menschen zur Zigarette greifen, und damit Gefahr laufen, nikotinabhängig, und somit krank zu werden", so Waneck. Diesem Ansatz werde sich eine Kampagne des FGÖ, dessen Präsident Waneck sei, widmen. (Schluß) mg nnn bxf

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