Kuntzl zu Kindergeld: Mühlstein am Hals der Frauen und gebrochene Versprechen

Wien (SK) Im Zusammenhang mit der heute von den zuständigen Regierungsmitgliedern präsentierten Punktation zum Kindergeld sprach SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst von einem "Mühlstein am Hals der Frauen und Familien" und von "gebrochenen Versprechen". Konkret kritisierte Kuntzl die Möglichkeit, während der Karenz bloß bis zu 13 Wochen pro Jahr eine vorübergehende Beschäftigung mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren: "Welche junge Familie ist schon in der Lage, in drei Monaten 200.000 Schilling zu verdienen?" In dieser Zeit würde sich lediglich eine kleine Urlaubsvertretung ausgehen, aber nicht wie angekündigt die Fortsetzung einer beruflichen Laufbahn. Zudem sei das Versprechen. "Kindergeld für jedes kleine Kind" gebrochen, bemängelte Kuntzl. ****

Die Regierung leide offenbar unter "völligem Realitätsverlust oder beabsichtige, den Frauen und Familien Sand in die Augen zu streuen, denn anders ist es nicht vorstellbar, warum sich jemand mit solch absurden Vorschlägen an die Öffentlichkeit wagt", unterstrich Kuntzl. Das Kindergeld sei eine "schwere Geburt" zum Nachteil der Frauen.

Die blau-schwarze Koalition versuche nach wie vor an den Nachteilen - fehlender Kündigungsschutz, ungenügende Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, erschwerte Wiedereinstiegsmöglichkeiten, kein weiterer Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen -, die Frauen und Familien durch das Kindergeld-Modell entstehen, vorbeizureden. Kuntzl sieht im Kindergeld-Entwurf keine gute Lösung, sonder bloß ein "krampfhaftes Bemühen, die Streitigkeiten innerhalb der blau- schwarzen Koalition einzufangen".

Das ständige hin und her zwischen den zuständigen Ministern Bartenstein und Haupt sowie die andauernde Kritik aus den Reihen der Regierungsparteien selbst, zeige einmal mehr die "deutlich sichtbare Überforderung" der Regierungsmitglieder bezüglich des Kindergeldes auf, so Kuntzl weiter. Nicht umsonst hätten Bartenstein und Haupt heute "unter Aufsicht" von Kanzler und Vizekanzlerin den Entwurf zum Kindergeld noch einmal präsentieren müssen, nachdem sie im Angesicht der Wiener-Wahlen bereits mit "komplett unausgegorenen Vorschlägen und in der Hoffnung auf schnellen Stimmenfang letztlich aber bloß bei Frauen und Familien nichts als Verwirrung gestiftet haben", schloss Kuntzl. (Schluss) hm

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