Öffentlicher Verwaltung entgehen durch Euro-Geld rund 150 Millionen öS

Mit fünf Grundsätzen wird Verwaltung zur Euro-Umstellung beitragen - Insgesamt werden Vorbereitungen als positiv beurteilt

Wien(PWK295) "Die abgestimmte Wirtschafts- und Budgetpolitik der EURO-Länder stärkt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und sichert Arbeitsplätze und das soziale System", beurteilte beim Club Euro in der Wirtschaftskammer Österreich Erhard Moser, Leiter der Abteilung für EU-Angelegenheiten und EURO-Vorbereitungen im Finanzministerium, den Stellenwert der gemeinsamen Währung. Das einheitliche Auftreten der EURO-Länder hat ihren wirtschaftspolitischen Spielraum vergrößert. Sichtbares Zeichen dieses Gleichschritts sind die gemeinsame Währung und der Stabilitäts- und Wachstumspakt.

Nun steht die Einführung des Bargeldes ins Haus. Dafür hat sich auch die öffentliche Verwaltung eine Umstellungs-Strategie vorgenommen. "Anhand von fünf Grundsätzen wird die Euro-Umstellung durch die öffentliche Verwaltung unterstützt werden", erklärte Moser.
So sollen all jene Gesetzestexte, in denen noch Schilling-Beträge ausgewiesen sind, auf Euro-Beiträge umgeschrieben werden. Bei Neuregelungen soll aufwandsneutral und exakt umrechnet werden. Noch vor dem Sommer sollen alle gesetzlichen Regelungen für die Euro-Umstellung vom Parlament verabschiedet werden. Die technischen Umsetzungen im öffentlichen Bereich werden bis Herbst abgeschlossen. Und schließlich werden künftig alle Ministerien als Informationsstellen für Euro-Anfragen dienen.
Durch die Umstellung und teilweise damit verbundene Abrundung von Beträgen werden laut Moser der öffentlichen Hand rund 150 Mio. Schilling entgehen.

Insgesamt gab sich Moser mit den bisherigen Vorbereitungen zufrieden. "Als durchaus positiv dürfen die Vorarbeiten bei der Herstellung und Lagerung des Euro-Geldes sowie zur Sicherstellung eines geordneten Schilling-Rücklaufes bewertet werden." Zufriedenstellend sieht Moser auch die Informationslage der Österreicherinnen und Österreicher hinsichtlich des neuen Bargeldes. Nachteile werden noch bei den "kleinen Einheiten" geortet. So weisen die Vorbereitungen der kleineren Gemeinden und Städte sowie einiger Klein- und Mittelbetriebe noch einige Defizite auf. Angesprochen auf etwaige Irrtümer bei der Verwendung von Zahlscheinen, berichtete Moser von der Einführung neuer Zahlscheine, die optisch an die Angabe der Überweisungsbeträge in Euro-Währung erinnern sollen.

Kritischer sieht Josef Votava, Geschäftsführer der Stuzza, die bisherigen Umstellungsarbeiten. So wurde die lange Zeitspanne seit Einführung des Buchgeldes seiner Ansicht nach nicht optimal genutzt. Da das neue Geld nur in den wenigsten Fällen bereits Anwendung findet, wird es am 1.1.2002 zu einer "Big Bang"-artige Einführung des Euro-Geldes kommen. Umstellungsschwierigkeiten ortet Votava hier eher für die Verwaltung als für die österreichischen Unternehmer. Insgesamt gibt aber auch er sich zuversichtlich. "Die Österreicher werden die auftretenden Probleme durch ihre Flexibilität meistern." (AB)

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