ARBÖ: Autokostenindex umgehend erheben und Kilometergeld erhöhen

Fakten sprechen eindeutig für Kilometergeld-Erhöhung auf ATS 5,40

Wien (ARBÖ) - Seit Jahresbeginn 2001 wird der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr - früher Autokostenindex - von der Statistik Austria, der für die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes ausschlaggebend ist, nicht mehr erhoben. Das ist aus Sicht des ARBÖ und im Interesse aller Kraftfahrer als untragbarer Zustand anzusehen.

Auto fahren ist seit Monaten teurer geworden. Hohe Treibstoffpreise, die exorbitante Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer und der Pkw-Mautvignette belasten die Kraftfahrer und lassen auch die Inflationsrate, wie heute aktuell gemeldet wurde, ansteigen. "Wenn die statistische Grundlage fehlt, wird die Erhebung des amtlichen Kilometergeldes weiterhin verzögert. Die Fortsetzung der monatlichen Erhebung und auch die Veröffentlichung des wichtigen Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr muss daher wieder umgehend erfolgen", so der ARBÖ.

Die Bundesregierung ignoriert seit Monaten die Interessen aller Staatsbürger, die das Kraftfahrzeug beruflich nutzen. "Von einer Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes will man nichts hören, obwohl die Fakten seit Juni 2000 dafür sprechen. Hinzu kommt, dass die bisherige Vereinbarung gegenüber den Beamten einfach gekündigt wurde und man diskutiert über Verschlechterungen", kritisiert der ARBÖ.

KM-Geld sofort auf ATS 5,40 erhöhen

Die tatsächlichen Kfz-Kosten werden seit Monaten durch die bisherige Kilometergeldpauschale nicht mehr abgedeckt. Es besteht daher rascher Handlungsbedarf, dass den Kraftfahrern die überdurchschnittlich gestiegenen Kfz-Kosten auch ersetzt werden. Von der Bundesregierung erwartet der ARBÖ daher, dass sie die bisherige Vereinbarung wieder in Kraft setzt und eine Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes von ATS 4,90 auf ATS 5,40 vornimmt.

Neue Kilometergeld-Sätze müssten nach Berechnung des ARBÖ lauten:

Neu derzeit
Personenwagen 5,40 ATS 4,90 ATS
Motorräder > 250 ccm 3,11 ATS 2,76 ATS
Motorräder < 250 ccm 1,73 ATS 1,56 ATS
Beifahrer 0,66 ATS 0,59 ATS

Welche Kosten sind mit dem Kilometergeld abgedeckt?

Das amtliche Kilometergeld gilt als Pauschalentschädigung für Bundesbedienstete bei Verwendung ihres Privatfahrzeuges für Dienstfahrten und dient zugleich als Richtlinie sowie Höchstbetrag für die Steuerfreiheit in der Privatwirtschaft. Es handelt sich somit um einen Kostenersatz, für die dem Dienstnehmer im Rahmen von betrieblichen Fahrten mit dem eigenen privaten Kraftfahrzeug entstandenen Kosten.

Laut ARBÖ-Experten sollen damit folgende Aufwendungen abgegolten werden: Treibstoffkosten, Öl, Servicekosten, Reparaturkosten, Wertverlust, Versicherungen aller Art (Vollkasko-, Haftpflicht, Insassenunfall- und Rechtsschutzversicherung), Zusatzausrüstung (Winterreifen und Autoradio), Steuern, Parkgebühren, Mautvignette, Finanzierungskosten (Leasing- oder Kreditraten) und Mitgliedsbeiträge für Autofahrerklubs.

Entwicklung des Autokostenindex 2000

Zur Erinnerung hat der ARBÖ die Entwicklung des Autokostenindex im Jahr 2000 (1996 = Basis 100) zusammengefasst. Der letzte veröffentlichte Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr im Dezember 2000 ist auf den Wert von 110,2 (Basis 1996=100) gestiegen und liegt insgesamt seit Juni 2000 über jener Marke (7 Prozent-Anpassungsklausel), bei der das Kilometergeld bisher noch von jeder Bundesregierung erhöht wurde.

Jänner 103,3
Februar 104,2
März 105,4
April 105,0
Mai 105,5
Juni 109,0
Juli 109,6
August 109,0
September 109,9
Oktober 109,6
November 110,6
Dezember 110,2 -------------------------------------------------------------
Gesamt 107,6 (plus von 7,4 % zum Jahr 1999)

"Die Fakten sprechen eindeutig für eine Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes auf ATS 5,40. Daher muss umgehend die statistische Grundlage dazu wieder erhoben und veröffentlicht werden sowie den Kraftfahrern die überdurchschnittlich gestiegenen Kfz-Kosten ersetzt werden. Rasches Handeln ist gefragt", betonte abschließend der ARBÖ.

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