Prammer zu Kindergeld: Stolperstein statt Meilenstein

Wien (SK) "Was Frauen wirklich wollen, ist eine gewisse Zeit finanziell und rechtlich abgesichert mit ihren Kindern zu verbringen. Dieser Entwurf bringt sie diesem Ziel nicht einen Schritt weiter, im Gegenteil", erklärte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer heute zur Präsentation des Kindergeld-Gesetzesentwurf. "Neu an dem Entwurf sei die als frauenpolitische Errungenschaft hinausposaunte Möglichkeit, ganze drei Monate im Jahr im Rahmen der Zuverdienstgrenze dazuzuverdienen. Auf der anderen Seite wird der Kündigungsschutz nicht ausgeweitet, wodurch die Frau im letzten halben Jahr ohne arbeitsrechtlichen Schutz dasteht."

Alles in allem könne man sagen, so die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, dass "der vielgepriesene Meilenstein eher ein frauenpolitischer Stolperstein ist, denn mit diesem Gesetz werden den Frauen eine Menge Hürden in den Weg gelegt, ohne die Situation der Mütter merkbar zu verbessern." Prammer forderte einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, auf Kinderbetreuungseinrichtungen und auf Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen nach und während der Karenzierung. (Schluss) ns/mm

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