ÖGB bietet "Erste Hilfe" für Mobbingopfer

ACHTUNG: Neue Uhrzeit!

Wien (ÖGB). Ab sofort gibt es im ÖGB eine Anlaufstelle für Mobbingopfer. "ArbeitnehmerInnen werden von Managern immer häufiger mit Kegelfiguren 'verwechselt'. Sie werden versetzt, degradiert, gekündigt und dann vielleicht bestenfalls zu schlechteren Bedingungen wieder eingestellt. Dass in einem solchen Klima Mobbing entsteht, ist verständlich", erklärte dazu die Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner. Der ÖGB bietet mit der Mobbingberatung eine wichtige Hilfestellung für alle Betroffenen.++++

Im ÖGB-Referat Humanisierung, Technologie, Umwelt und in den Rechtsberatungsstellen der Gewerkschaften wird seit geraumer Zeit ein enormer Anstieg von Anfragen und verzweifelten Hilferufen von Mobbingbetroffenen registriert. Mit der Schaffung einer Anlaufstelle bietet der ÖGB Betroffenen und PersonalvertreterInnen aber auch Personalverantwortlichen, die in ihren Betrieben mit solchen Problemen konfrontiert sind, eine Mobbing-Erstinformation. Darüber hinaus vermittelt die Mobbingbeauftragte Anna Musger-Krieger einschlägige Rechtsberatung sowie therapeutische und psychologische Betreuung.

Prävention in den Unternehmen

Große Bedeutung wird auch der Prävention eingeräumt. "Wir beraten Unternehmen bei der Installierung sinnvoller Vorbeugungsmaßnahmen, damit Mobbing erst gar nicht entsteht. Wenn Spannungen innerhalb der Belegschaft im Rahmen von gemeinsamen Seminaren oder durch externe Intervention und Mediation beigelegt werden können, profitieren davon die ArbeitnehmerInnen und das Unternehmen", erläutert Musger-Krieger, die über eine Supervisionsausbildung und langjährige Erfahrung in der Mobbingberatung verfügt.

Die Vorgänge in der Telekom Austria waren in den vergangenen Wochen ein Negativbeispiel dafür, wie Umstrukturierungen auf Kosten der ArbeitnehmerInnen durchgeführt werden. "Privatisierungen, internationale Fusionen und die Verlagerung ganzer Unternehmenssparten ins Ausland haben in jüngster Vergangenheit immer wieder zu einer unmenschlichen Haltung gegenüber ArbeitnehmerInnen geführt. Durch Vorbereitung und Information der Belegschaft könnten viele unnötige Härten vermieden werden. Der planmäßige Einsatz von Mobbing als Mittel zum Personalabbau ist völlig inakzeptabel", kritisierte Bachner abschließend die "Strategien" mancher Unternehmen.(hk)

ÖGB-Mobbingberatung
Wipplingerstraße 35
1010 Wien
Mo-Do: 8.00-16.00 Uhr
Fr.: 8.00-13.00 Uhr
Telefonische Terminvereinbarung:
Anna Musger-Krieger: 53 444-344

ÖGB, 19. April 2001

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Heidemarie Kargl
Tel. (01) 534 44/480 DW
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB