Auszeichnung für engagierte Chemielehrer

Fachverband der chemischen Industrie verleiht Pädagogenpreis 2001 - Fundierte naturwissenschaftliche Ausbildung als Investition in die Zukunft

Wien (PWK293) - Im Rahmen des 6. Europäischen Chemielehrerkongresses in Wien würdigt der Fachverband der chemischen Industrie mit der Vergabe des "Pädagogenpreises" bereits zum achten Mal einen engagierten Lehrer für seine besonderen Verdienste um den Chemieunterricht und die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung.

Der mit 50.000 Schilling dotierte Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, geht heuer an den steirischen Lehrer Prof. Mag. Viktor Obendrauf. Der studierte Chemiker und Physiker unterrichtet am BORG Feldbach, an den Pädagogischen Akademien in Graz-Eggenberg und Graz-Hasnerplatz sowie als Universitätslektor für Fachdidaktik an der Universität Graz. Weit über Österreichs Grenzen hinaus ist der passionierte Chemiker in Fachkreisen durch die Einführung der "Microscale Versuche" in das Schulwesen bekannt. Durch diesen chemikaliensparenden, umweltfreundlichen Ansatz können Versuche, die bisher nicht möglich bzw. teilweise verboten waren, im Schulunterricht durchgeführt werden.

In zahlreichen Veröffentlichungen und durch eine rege Vortragstätigkeit in vielen Ländern der Welt machte Viktor Obendrauf seine Erkenntnisse publik. Die Faszination Chemie versucht der nach eigenen Angaben "exzessive Perfektionist" seinen Schülern nicht nur im Unterricht zu vermitteln, sondern auch im Rahmen des österreichweiten Projektwettbewerbes für Chemieschüler, für dessen Organisation er im Verband der Chemielehrer Österreichs mitverantwortlich zeichnet. An diesem Wettbewerb nehmen heuer rund 10.000 Schüler teil.

Naturwissenschaftliche Ausbildung als Forderung der Wirtschaft

"Die Beschäftigung junger Menschen mit dem vielseitigen Gebiet der Chemie und die Erweiterung ihrer Kenntnisse ist für die Zukunftssicherung der Schlüsselindustrie Chemie von großer Bedeutung", betonte Dr. Wolfgang Frank, Vorsteher des Fachverbandes der chemischen Industrie und Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und Bildungswesen, bei der Preisverleihung. Die chemische Industrie sieht die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Bildungswesens als eine wichtige und notwendige Investition in die Zukunft.

Ziel sei, möglichst früh Interesse für Naturwissenschaften -insbesondere Chemie - zu wecken. Nur so könne dem Mangel an technisch ausgebildeten Fachkräften und der angedachten Lehrplanreform, die eine Kürzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts vorsieht, entgegen gesteuert werden. Eine besondere Rolle bei der Vermittlung des naturwissenschaftlichen Wissens komme dabei engagierten und kompetenten Lehrkräften zu.

Forcierte Zusammenarbeit zwischen Schul-Theorie und Wirtschafts-Praxis

Die Verbundenheit von Industrie und Schule soll auch die vom Fachverband ins Leben gerufene "Jugend-Partnerbörse" fördern, die auf eine verstärkte Zusammmenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen abzielt. Durch individuell organisierte Betriebsbesichtigungen und Besuche von Unternehmensvertretern in Schulen sowie durch die Bereitstellung von Informationsmaterialien wird Lehrkräften die Gestaltung eines praxisnahen Unterrichts erleichtert.

Unterstützt werden auch zahlreiche Projekte des Verbandes der Chemielehrer Österreichs: Der Fachverband der chemischen Industrie fungiert sowohl für Lehrer-Fortbildungsveranstaltungen wie den Europäischen Chemielehrerkongress und die "Sommerschule der Chemie" als auch für Schülerwettbewerbe wie den Projektwettbewerb und die Chemieolympiade als Sponsor.

Ebenfalls zur Verleihung kamen der "Didaktikpreis" des Verbands der Chemielehrer, der an die Kärntnerin Mag. Helga Voglhuber ging, sowie der von der Firma Aventis gestiftete "Experimentalpreis" an den Oberösterreicher Dr. Josef Wagner.

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