Einigung auf Zweijahresabschluss bei Bauarbeiter-Kollektivvertragsverhandlungen

Bauarbeiter erhalten ab 1. Mai 2001 um 2,9% und ab 1.Mai 2002 um 2,8% mehr Lohn

Wien (PWK292) - Bei den Lohnverhandlungen für die rund 120.000 Bauarbeiter wurde am Mittwoch Abend in der zweiten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden mit 1.Mai 2001 um 2,9% und mit 1. Mai 2002 nochmals um 2,8% angehoben. Der Abschluss gilt für alle Arbeiter im Bauhauptgewerbe und in der Bauindustrie.

Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Baugewerbe, zeigte sich zufrieden darüber, dass es wiederum möglich war, trotz schwieriger Konjunkturlage in einem sozialpartnerschaftlichen Verhandlungsklima zu einem für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite tragbaren Ergebnis zu gelangen. "Mit diesem Abschluss will die Bauwirtschaft nicht nur die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter anerkennen, sondern auch dazu beitragen, dass die Attraktivität und das Image des Berufs Bauarbeiter in der Öffentlichkeit weiter verbessert werden", so Lahofer. Einen Wermutstropfen sieht er allerdings darin, dass der Vorschlag des Baugewerbes, statt eines Teiles der Lohnerhöhung eine steuer- und sozialversicherungsfreie Mobilitätszulage einzuführen, nicht aufgegriffen wurde.

Bei den rahmenrechtlichen Änderungen wurde unter anderem die Probezeit und die Weiterverwendungszeit für Lehrlinge jeweils an die gesetzliche Dreimonatsfrist angepasst. Die Wartezeiten für die ein-bzw. zweiwöchigen Kündigungsfristen wurden um 2 Jahre verkürzt. Weiters wurde eine "Arbeitsgruppe Qualifizierungsoffensive" eingesetzt, um auf die Herausforderungen der bevorstehenden EU-Erweiterung vorbereitet zu sein. Hinsichtlich der Beschäftigung von Leiharbeitern durch Baubetriebe verpflichten sich die Bauverbände darauf hinzuwirken, dass die entsprechenden Lohnansprüche gewahrt werden. (mh)

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