UKRAINISCHER BILDUNGSMINISTER ZU BESUCH IM HOHEN HAUS ---------------------------------------------------------------------

Wien (PK) - Der ukrainische Minister für Bildung und Wissenschaft, Vassyl KREMEN, traf heute im Parlament mit österreichischen Mandataren zusammen. Kremen, der sich auf Einladung von Bundesministerin Gehrer vom 17. bis 19. April zu einem Arbeitsbesuch in Österreich aufhält, erkundigte sich bei den Mitgliedern des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung vor allem über die Studiengebühren, die Stipendien, die Arbeit der Forschungsfonds, die Zusammenarbeit zwischen Ausschüssen und Parlament sowie über die Kontrollinstrumente des Nationalrates. Kremen wies darauf hin, dass in seinem Land der Bildung und der Wissenschaft eine große Bedeutung geschenkt werde. Zudem erbat er sich die Unterstützung Österreichs für die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union.

Die stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, Abgeordnete Dr. BRINEK (V), hieß die Gäste willkommen und informierte sie darüber, welche Themen im Bereich der Bildung derzeit in Österreich diskutiert werden. Sie wies darauf hin, dass die Budgets für die Schulen und Universitäten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden konnten und dass Österreich die höchsten Ausgaben für die Grundschulen in Europa aufweise. Brinek machte zudem darauf aufmerksam, dass die Regierung beschlossen habe, das "Steuerungsinstrument Studiengebühren" einzuführen und damit auf Probleme wie die hohen Drop-Out-Raten und die langen Studiendauern reagiere. Überdies erläuterte die Mandatarin den Aufbau der Forschungsförderung.

Abgeordnete Mag. PLANK (S) war der Auffassung, dass Österreich ein sehr gutes Bildungs- und Wissenschaftssystem habe, was auf die Politik der letzten Jahre zurückzuführen sei. Nunmehr müsse sie aber feststellen, dass sich der Staat - trotz der ständig steigenden Anforderungen - immer mehr aus der Bildungspolitik zurückziehe, was speziell an den Studiengebühren sichtbar werde. Sie kritisierte zudem, dass diese Mittel nicht automatisch für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Studierende und Lehrende zur Verfügung stehen.

Abgeordneter Dr. KURZMANN (F) betonte die guten Verbindungen zwischen Österreich und der Ukraine auf dem Sektor der Wissenschaft und nannte u.a. die Akademie der Wissenschaften sowie die Zusammenarbeit auf der Ebene der Staatsarchive und der Schulen. Weiters erklärte er, dass es das oberste Ziel der Bundesregierung sei, die Staatsfinanzen in einem überschaubaren Zeitrahmen zu sanieren und daher ein Nulldefizit angestrebt werde. Nichtsdestotrotz werde aber der Forschung eine hohe Priorität beigemessen, unterstrich er. Positiv bewertete der die Einführung von Studiengebühren, die seiner Meinung nach moderat ausgefallen sind.(Schluss)

Vassyl Kremen im Gespräch mit österreichischen Mandataren 1 =

Wien (PK) - Der ukrainische Minister für Bildung und

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