Euro-Einführung bringt positive Effekte für die gesamte österreichische Wirtschaft

WKÖ-Mitterlehner: Nicht nur Konjunktur-Motor Exportwirtschaft profitiert, Euro ist auch "Frischzellenkur" für Klein- und Mittelbetriebe

Wien (PWK290) - "Die Einführung des Euro in zwölf EU-Staaten wird von allen Branchen der österreichischen Wirtschaft begrüßt, da die neue Europa-Währung deutliche Vorteile mit sich bringt", betont der Generalsekretärstellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, anlässlich des EU-Ministerrates, wo heute, Donnerstag, die Weichen für die Währungsumstellung in Österreich per 1.1.2002 gestellt werden. "So entfallen die Währungsschwankungen innerhalb des Euro-Raums, was vor allem der Exportwirtschaft ihre Arbeit erleichtert, Kosten erspart und Berechenbarkeit für jedes einzelne Unternehmen bringt." Höhere Exporte kurbeln wiederum die Konjunktur an und sichern Arbeitsplätze, die rund zur Hälfte direkt bzw. indirekt mit der Außenwirtschaft verbunden sind.

"Der Euro ist die Antwort Europas auf die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, charakterisiert durch eine globalisierte Welt und neue Technologien", erklärt Mitterlehner. "Für die österreichische Wirtschaft bedeutet die Vergrößerung des Währungsraumes um mehr als das 35-fache auf über 300 Millionen Konsumenten die Chance, sich dem Wandel offensiv zu stellen. Steigende Exportraten, ein solides Wirtschaftswachstum und rekordverdächtige Beschäftigungszahlen bestätigen die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges." Österreichs Unternehmen freuen sich über niedrige Inflationsraten, Kreditzinsen, kurz: stabile Rahmenbedingungen und nützen die Währungsumstellung zur erneuten Standortbestimmung. Bisher wegen Währungsschwankungen riskante Transaktionen über die Grenze, haben nunmehr die Qualität von Geschäften innerhalb Österreichs - bei wegfallenden Transaktionskosten, wie Wechselspesen oder hohe Absicherungskosten.

Mit der Europäischen Währung entstehe eine europaweite Preistransparenz, aus der Österreichs Wirtschaft nur als Gewinner hervorgehen kann, zeigt sich Mitterlehner überzeugt. "Das 'Preis-Leistungsverhältnis' der österreichischen Betriebe kann sich EU-weit sehen lassen. Mit der neuen Währung gilt es nun, sich durch verstärktes Euro-Marketing auch entsprechend ins rechte Licht zu rücken und die eigene Wettbewerbsfähigkeit auszunützen."

Der Euro bringe klarerweise einige einscheidende technische und betriebswirtschaftliche Veränderungen für die Betriebe mit sich, so Mitterlehner weiter, "die mit der Umstellung verbundenen Anpassungen können jedoch gleich dazu genutzt werden, die eigene Unternehmensstrategie zu überprüfen und bereits länger geplante Veränderungen und Rationalisierungen im Unternehmen durchzuführen. Die neue Währung ist somit ein wichtiger Anlass für Adaptionen und für die Positionierung des Betriebes im nationalen und internationalen Markt. Dies eröffnet gerade Klein- und Mittelbetrieben neue Möglichkeiten, sei es im Gewerbe, der Industrie oder im Handel."

Auch für die österreichische Tourismuswirtschaft überwiegen die Vorteile aus der Gemeinschaftswährung. Die Währungsunion beseitigt die in der Vergangenheit für Österreich so nachteiligen Abwertungen der Währungen wichtiger touristischer Konkurrenzländer. Durch die unmittelbare Vergleichbarkeit der Preise werden die Gäste aus dem In-und Ausland die Kostenwahrheit leichter beurteilen können. Mit Preisen in Euro wird die Bewerbung des Urlaubslandes Österreich entscheidend erleichtert.

"Spricht man über Preise, so meint man auch alles was dahinter steht - Einkauf, Verkauf, Vertrieb, Marketing. Dabei geht es um den bestmöglichen Einsatz von zur Verfügung stehenden Ressourcen. Auch hier hat Österreich europaweit gute Karten, der Standort ist attraktiv, es gibt hochmotivierte Arbeitskräfte und großes Entwicklungspotential für die Zukunft. Darin besteht eine weitere wesentliche Chance des Euro für Österreich, die wir gemeinsam bestmöglich nutzen sollten", so der Generalsekretärstellvertreter. (Ne)

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