AK verlangt mehr Wettbewerb zwischen den Fahrschulen

Grundlage für bessere Ausbildung muss Reform des Fahrschul-Systems sein

Wien (AK) - Die Diskussion über den Mehrphasen-Führerschein ist positiv, er darf aber erst eingeführt werden, wenn die Verkehrsministerin auch für niedrigere Führerschein-Preise durch mehr Wettbewerb zwischen den Fahrschulen gesorgt hat, verlangt die AK. Ein Führerschein kostet derzeit bis zu 20.000 Schilling, das österreichische Fahrschul-System muss dringend reformiert werden, ergab erst unlängst eine Untersuchung der AK VerkehrsexpertInnen. Die Forderung der AK: Der de facto Gebietsschutz für Fahrschulen muss aufgehoben werden, damit FahrschülerInnen ihr Ausbildungs-Institut in ganz Österreich frei auswählen können. Beseitigt werden müssen auch unnötige Hürden für die Zulassung von Fahrschulen, durchforstet werden soll weiters vor allem der theoretische Lehrstoff. So könnte über verbesserte Ausbildung diskutiert werden, ohne dass die FahrschülerInnen dafür mehr zahlen müssen. ****

Mehr Sicherheit in der Führerschein-Ausbildung darf nicht einfach heißen, dass die FahrschülerInnen mit noch einmal 4.000 Schilling zusätzlich zur Kassa gebeten werden, sagen die AK VerkehrsexpertInnen. Deshalb müsse die Verkehrsministerin dringend das von der AK vorgeschlagene Wettbewerbs-Paket umsetzen. Die wichtigsten Punkte:

+ Aufhebung des de facto Gebietsschutzes für Fahrschulen: Derzeit muss die Fahrprüfung im Wohnbezirk der FahrschülerInnen gemacht werden (Ausnahme: Sie absolvieren außerhalb des Wohnbezirks eine Ausbildung oder arbeiten dort). Dadurch haben örtliche Fahrschulen Wettbewerbs-Vorteile.

+ Weniger Hürden bei der Zulassung von Fahrschulen und freien FahrlehrerInnen: Damit jemand eine Fahrschule eröffnen kann, genügt es nicht, dass sie oder er FahrlehrerIn ist. Voraussetzung ist zum Beispiel auch ein Mindestalter von 27 Jahren oder ein abgeschlossenes Technik-Studium. Außerdem bekommen FahrlehrerInnen nur dann eine Zulassung, wenn sie von einer Fahrschule beantragt wird.

+ Durchforstung des Lehrstoffs: Österreichische FahrschülerInnen müssen 40 Stunden Theorie absolvieren, aber nur 20 Stunden Fahrpraxis. Das Zuviel an Theorie könnte durch die Praxis ersetzt werden, die etwa für die Mehrphasen-Ausbildung vorgeschlagen wird.

+ Mehr Qualitäts-Kontrollen: In manchen Fahrschulen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht.

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