Wiener Arzt fordert via NEWS: Aktive Sterbehilfe muss auch in Österreich legalisiert werden.

Vorausmeldung zu NEWS 16/01 vom 19.4.2001

Wien (OTS) - Der Wiener Chirurg und ehemalige Primar-Arzt Martin Salzer, 69, fordert via NEWS die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe: "Es ist ein Menschenrecht, dass ein todkranker Mensch selbst entscheiden darf, ob er sterben will oder nicht."

Matin Salzer weiter: "Es gibt Menschen, die vollständig gelähmt sind. Wenn diese Menschen trotz Therapien und anderen Unterstützungen sagen, dass sie sterben wollen, es aber nicht können - muss ihnen geholfen werden. Das muss kein Arzt machen, dass kann auch jemand aus der Familie sein oder Freunde."

Kritikern der aktiven Sterbehilfe - allen voran Bischof Kurt Krenn - erteilt Salzer eine Abfuhr: "Wenn ein Bischof Krenn an die Offenbarung glaubt, ist das seine Sache. Sollte er je in die Situation kommen, was ich ihm nicht wünsche, krebskrank zu werden, wird er sich wahrscheinlich bis zum bitteren Ende vom Krebs auffressen lassen. Ich kann das nicht aktzeptieren. Ich glaube an die Verantwortungsethik. Es ist ein christliches Gebot mich der Leiden des Menschen neben mir anzunehmen und ihm zu helfen - auch bei einem selbstgewählten Freitod."

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