Kammerreform: Beitragssenkung von 2,1 Mrd. Schilling bis 2004 Eintragungsgebühr bereits seit 2. April abgeschafft - WKÖ-Belangsendung /19.04.01

Wien (PWK289) - Die neue Wirtschaftskammer Österreich ist exakt in der Zeit im Entstehen. Nach der Vorgabe einer Senkung der Kammerumlagen um 30 Prozent hat die WKÖ elf Arbeitsgruppen aus Kammermitarbeitern zur Grundlagenarbeit für die Kammerreform eingesetzt. "Es war - gerade in einer Organisation wie der Kammer -richtig, die Reform mit den Betroffenen zu diskutieren und gemeinsam Vorschläge zu erarbeiten", meint dazu Wirtschaftskammer-Generalsekretär Christian Domany. Der Erfolg gibt ihm Recht: 30 Prozent Umlagesenkung sind die Vorgabe für Domany und das heißt: Das Volumen der Mitgliedsbeiträge wird bis 2004 um 2,1 Milliarden Schilling gesenkt. "Die Wirtschaftskammer Österreich wird um 855 Millionen Schilling weniger Beiträge bekommen, die neun Landeskammern 964 Millionen, und die Umlagen bei den Fachorganisationen werden um 300 Millionen gesenkt," erklärt Domany auf welche einzelnen Organisationseinheiten welche Beträge fallen.

In Summe sind es zwei Milliarden einhundertneunzehn Millionen Schilling, die durch Einsparung und Strukturänderungen wieder hereingebracht werden müssen. Natürlich werden die Senkung der Kammerumlage jene am meisten spüren, die bisher auch am meisten zur Finanzierung der Interessensvertretung beigetragen haben. Eine Erleichterung für alle aber ist die Abschaffung der Eintragungsgebühr seit 2. April. Domany: "Diese gilt nicht nur für Neugründungen, sondern natürlich auch für Unternehmer, die einen zweiten oder dritten Gewerbeschein lösen. Damit leisten die Wirtschaftskammern bereits jetzt einen Beitrag in Höhe von 174 Millionen Schilling." Zu den Einsparungen gehört eine Senkung des Personalstandes der Kammer um 950 Personen auf dann 4.250 Mitarbeitern. So gut wie beschlossen ist die Bildung von sogenannten Kompetenzzentren an einzelnen Länderkammern, die dann den anderen vornehmlich in den Bereichen Sozial-, Steuer- und Umweltrecht, Förderungen, Innovation und Außenhandel zur Verfügung stehen werden. Die Wirtschaftskammer Österreich als zentrale Stelle wird ihre Schwerpunkte in fünf statt bisher acht politischen Abteilungen setzen. Zusammen mit einer Neuordnung der Wirtschaftsförderungsinstitute, einer Schließung von zehn Außenhandelsstellen und neuen Schwerpunktsetzungen im Dienstleistungsbereich wohl das größte Reformwerk in der Kammer seit 50 Jahren. (EBK)

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