OVS018: Geschäftsjahr 2000/2001: Miba Gruppe stärker als erwartet gewachsen - BILD (web)

Wiederholung OTS0055 * 53% Plus beim EGT * 14% Umsatzsteigerung *

Wien (OTS) - Im Mai Spatenstich für neue Fabrik in Vorchdorf =

Die Miba Gruppe

Wachstum deutlich über den Erwartungen

Der Miba Gruppe ist es im Geschäftsjahr 2000/01 als Entwicklungspartner und Zulieferer der internationalen Fahrzeug- und Motorenindustrie erneut gelungen, deutlich über den Erwartungen zu wachsen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde erstmals nach IAS (International Accounting Standards) bilanziert(1). Der Umsatz erhöhte sich um 14% von 3.344 Mio. ATS (243 Mio. Euro) auf 3.798 Mio. ATS (276 Mio. Euro)(2). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg sogar um 53% von 311 Mio. ATS (22,6 Mio. Euro) auf 475 Mio. ATS (34,5 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss betrug 310 Mio. ATS (22,5 Mio. Euro) nach 205 Mio. ATS (14,9 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung um 51%. Der Cashflow nach Steuern (EGT + Afa) belief sich auf 570 Mio. ATS (41,4 Mio. Euro) nach 456 Mio. ATS (33,2 Mio. Euro).

(1) Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nach IAS adapiert.
(2) Es handelt sich bei allen Angaben zum Geschäftsjahr 2000/01 um vorläufige Zahlen

Produktivität erhöht

Die Zahl der Mitarbeiter wurde parallel dazu um rund 8% angehoben und erreichte im Jahresschnitt den Stand von 2.240 Personen, womit sich die Produktivität weiter erhöhte. Der Umsatz pro Mitarbeiter lag bei 1,69 Mio. ATS nach 1,61 Mio. ATS.

Getragen wurde das Wachstum dabei von allen drei strategischen Geschäftsbereichen, die sich durchwegs stärker als prognostiziert entwickelten. Verantwortlich waren dafür die Einführung neuer Produkte und Innovationen, die einen Zugewinn von Marktanteilen ermöglichten. Aber auch die Kunden der Miba verzeichneten einen besseren Geschäftsgang als erwartet.

Über 40% Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde weiter gesteigert, die Miba konnte im Geschäftsjahr 2000/01 die angestrebte 40%-Marke sogar leicht überschreiten (1999/00: 38%).

95% Umsatzanteil außerhalb Österreichs

Der Umsatzanteil außerhalb Österreichs liegt unverändert bei 95%, wobei etwa 76% des Umsatzes im übrigen EU-Raum erwirtschaftet werden, 9% auf USA und Kanada entfallen und 4% in Asien erzielt werden. (Restliches Europa 2%, sonstige Länder 4%).

In der Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen ergaben sich im letzten Jahr leichte Verschiebungen durch das Wachstum der Sinter Group: etwa 56% des Gruppenumsatzes stellte der Geschäftsbereich Sinterformteile, 24% der Geschäftsbereich Gleitlager, 17% der Geschäftsbereich Reibbeläge und 3% das Geschäftsfeld Handel.

Strategische Allianz mit Hitachi zeigt erste Früchte

Ein maßgeblicher Schritt in der Umsetzung der Miba Strategie - die sich auf die vier Säulen globale Präsenz, Technologieführerschaft, Kundenorientierung und lernende Organisation fokussiert - war im Bereich der Miba Sinter Group der Abschluss einer Allianz mit dem japanischen Unternehmen Hitachi Powdered Metals. Diese im August 2000 beschlossene Kooperation sieht vor, dass die beiden Sinterformteile-Hersteller Miba Sinter Group und Hitachi Powdered Metals angestammte Kunden wechselseitig auf den jeweils bearbeiteten Märkten betreuen. Neben der Erweiterung des internationalen Servicenetzwerkes umfasst die Allianz aber auch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die positiven Effekte der Zusammenarbeit sind bereits in ersten Kundenprojekten sichtbar. Die Miba antwortet mit dieser strategischen Allianz und der zu Grunde liegenden Strategie auch den weltweiten Konzentrationstendenzen innerhalb der Autozulieferindustrie und sichert somit ihre Position am internationalen Markt nachhaltig ab.

Die Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Sinterformteile - Miba Sinter Group

Für die Miba Sinter Group (Geschäftsbereich Sinterformteile) entwickelte sich der Markt im Geschäftsjahr 2000/01 durchaus erfreulich. Die europäische Autoindustrie verbuchte dank eines guten Exportgeschäfts und trotz rückläufiger Zulassungszahlen deutliche Steigerungen. Und auch die brasilianische Wirtschaft - die für die brasilianische Beteiligungsgesellschaft Mahle Metal Leve Miba Sinterizados relevant ist - erholte sich. Einzig die amerikanischen Autohersteller verzeichneten teils starke Einbrüche, von denen die Miba aber nicht betroffen war.

Innovative Sinterprodukte gehen in Serie

Diese guten Rahmenbedingungen konnte die Miba Sinter Group voll nutzen und mit Innovationen, die aus den Entwicklungsprojekten der letzten Jahre hervorgingen, reüssieren. So gingen beispielsweise innovative Getriebeelemente in Serienfertigung. Neue Einsatzbereiche für Sinterformteile entstehen jedoch auch im Bereich des Motormanagements und der Ventilsteuerung. Nockenwellenzahnräder gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung.

Geschäftsbereich Gleitlager - Miba Bearing Group: Boom bei Schiffsbauindustrie bringt Zuwächse

Eine durchwegs gute Marktentwicklung kennzeichnete auch die Miba Bearing Group (Geschäftsbereich Gleitlager). Vor allem die Schiffsbauindustrie in Fernost und Europa (im Bereich Kreuzfahrtschiffe) wies außergewöhnliche Steigerungen aus, an denen auch die Miba als Zulieferer partizipieren konnte. Sehr gut ging weiters das Geschäft mit Diesel- und Gasmotoren für die stationäre Stromerzeugung, da in den Industrienationen Ersatzinvestitionen notwendig sind und gleichzeitig Entwicklungs- bzw. Schwellenländer wie China in diesem Sektor massiv aufrüsten.

Die Nachfrage seitens der Nutzfahrzeug- und PKW-Industrie war -dank des ungebrochenen Booms bei Dieselmotoren - ebenfalls sehr rege. Und die Eisenbahnzulieferindustrie entwickelte sich konstant.

Auf Basis des Technologievorsprungs und der hohen Qualität der Miba Gleitlager konnte die Bearing Group vor dem Hintergrund dieser Konjunkturlage Erfolge verbuchen und weiter Marktanteile gewinnen.

Geschäftsbereich Reibbeläge - Miba Friction Group

Ein markantes Wachstum erwirtschaftete auch die Miba Friction Group (Geschäftsbereich Reibbeläge), der es gelang, sich durch ein stark diversifiziertes Produkportfolio von konjunkturellen Schwankungen relativ unabhängig zu machen. Neu am Markt eingeführt wurden im Jahr 2000/01 zum Beispiel neue Kupplungsbeläge, aber auch innovative Hochleistungsbremsbeläge für den Hochgeschwindigkeitszug ICE.

Lieferant der Formel 1

Außerdem bringt die Miba Friction Group ihr Know-how auch in der Formel 1 ein: Hochspezialisierte Miba Reibbelags-Elemente sind Teil der - derzeit oft diskutierten - "Traction Controls".

Kaplan-Medaille für Miba

Gewürdigt wurde die Innovationskraft der Miba auf diesem Gebiet unter anderem durch die Verleihung der Kaplan-Medaille, die die Miba bereits zum zweiten Mal für ihren "Erfindergeist" zugesprochen bekam.

Investitionen

Investitionen in die Zukunft in Höhe von 270 Mio. ATS

Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Technologieführerschaft. Die Investitionssumme lag 2000/01 mit 270 Mio. ATS (19,6 Mio. Euro) etwa auf Vorjahresniveau.

Die Investitionsprojekte der Bearing Group konzentrierten sich auf den Ausbau der Fertigungskapazitäten im Bereich der Hightech-Beschichtungen und auf Investitionen in F&E-Anlagen und Prüfstände.

Ähnliches gilt für die Sinter Group, die zusätzlich in die Erweiterung der IT-Infrastruktur und den Ausbau des Werkzeugbaus investiert hat.

Die Friction Group tätigte weiters Investitionen in die Einrichtung einer optimalen Papier- und Karbonlamellenfertigung.

In den österreichischen Betrieben wurden insgesamt rund 124 Mio ATS (9 Mio. Euro) oder 4% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Verstärkt wurde dies durch die Investitionen in Aus- und Weiterbildung, die 1% des Umsatzes erreichten.

Dividende

Diesem Ergebnis Rechnung tragend wird der Hauptversammlung vorschlagen werden, die Dividende zumindest auf dem Niveau des Vorjahrs zu halten bzw. leicht zu erhöhen.

Ausblick

Weiterhin gute Entwicklung erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Miba Gruppe mit einer weiterhin guten Entwicklung und einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Die Marktlage ist zwar teilweise schwer einschätzbar. Durch ein diversifiziertes Angebot und Innovationen sollen Schwankungen in Einzelbereichen aber auch künftig ausgeglichen werden können.

Großinvestitionsprogramm in den nächsten drei Jahren

Rund 1,4 Mrd. ATS Investitionssumme in den nächsten drei Jahren

Den Grundstein für ein weiteres Wachstum und die strategische Absicherung der Position am Weltmarkt legt die Miba Gruppe mit einem Großinvestitionsprogramm, das in den nächsten drei Jahren realisiert wird. Rund 1,4 Mrd. ATS (104 Mio. Euro) werden bis zum Jahr 2003/04 in Maschinen und Anlagen investiert, wobei etwa zwei Drittel auf die österreichischen Standorte Laakirchen und Vorchdorf entfallen.

Die Miba Gruppe bekennt sich mit diesem Investitionsprogramm klar zum Wirtschaftsstandort Österreich. Dieses Bekenntnis baut auf das Vertrauen des Unternehmens auf eine zukunftsorientierte Wirtschafts-und Finanzpolitik der Bundesregierung und deren Zusage einer Entlastung der Unternehmen nach Erreichen des Nulldefizits.

50 zusätzliche Mitarbeiter in der neuen Fabrik in Vorchdorf

Bereits Anfang Mai erfolgt mit dem Spatenstich für eine neue Fabrik in Vorchdorf der erste Schritt in der Umsetzung dieses Investitionsprogramms. Am bestehenden Standort wird mit einer Investitionssumme von 180 Mio. ATS (13,1 Mio. Euro) ein Synchronnaben-Werk errichtet, in dem rund 50 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Plantermin für die Fertigstellung ist Oktober 2001. Ab dann sollen in dem hochmodernen, voll automatisierten Werk Synchronnaben - also Getriebeteile, die als Synchronisationselemente zwischen den Gängen fungieren - für die Automobilindustrie produziert werden.

FACT SHEET - Die MIBA Gruppe

Drei strategische Geschäftsbereiche

  • Sinter Group (Geschäftsbereich Sinterformteile) Sinterformteile für
  • Automotoren und -getriebe
  • Bearing Group (Geschäftsbereich Gleitlager) Gleitlager für
  • Schiffsmotoren
  • Motoren für PKW und Schwerfahrzeuge (LKW, Traktoren, Baufahrzeuge)
  • Motoren für die Energieerzeugung
  • Friction Group (Geschäftsbereich Reibbeläge) Reibbeläge für Kupplungen, Bremsen und Achsen in
  • Eisenbahnen
  • Schwerfahrzeugen (LKW, Traktoren, Baufahrzeugen)
  • Motorrädern
  • Flugzeugen (Teile für Landeklappen)
  • Windkraftwerken

Sitz der Holding: Laakirchen/Oberösterreich

12 Standorte der drei strategischen Geschäftsbereiche in 10 Ländern

Mitarbeiter: 2.240 im Jahresschnitt

1997/98 1998/99 1999/00 2000/01 Gemäß IAS Gemäß IAS Vorläufige Zahlen Miba Gruppe
Konsolidierter Umsatz
(in Mio. ATS) 2.737 3.041 3.344 3.798 EGT (in Mio. ATS) 198 270 311 475 Jahresüberschuss
(in Mio. ATS) 166 191 205 310 Cashflow nach Steuern
(in Mio. ATS) 375 402 456 570 Mitarbeiter
(im Jahresschnitt) 1.842 1.930 2.082 2.240 Investitionen in Sachanlagen
(in Mio. ATS) 159 398 299 270

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