Niederwieser: IT-Ausbildung muss auf Jobabbau in Technologiebranche reagieren

"Wichtig ist breite Grundausbildung und Verbindung mit anderen Bereichen"

Wien (SK) Angesichts des massiven Stellenabbaus in der Technologiebranche fordert SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser, "die Bedarfsstudien für IT-ExpertInnen zu hinterfragen und raschest auf die aktuelle Situation zu adaptieren". "Die Studien widerspiegeln die euphorische Hochstimmung der IT-Branche aus den vergangenen Jahren. Es wäre gefährlich, bei der Ausbildung von IT-Fachkräften den derzeitigen Kündigungstrend bei Technologiefirmen zu ignorieren", betont Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Entwicklung zeige, wie riskant eine spezifische Ausbildung innerhalb der IT-Branche sein könne. Um eine Abhängigkeit von einzelnen Konzernen zu vermeiden, solle die Ausbildung nicht zu spezialisiert sein. Wichtig sei eine "fundierte, breite IT-Grundausbildung, wobei Informationstechnologien als Werkzeug für andere wichtige Zukunftsbranchen wie Medizin oder Biotechnologie gesehen werden". "Für SpezialistInnenausbildung gibt es die Erwachsenenbildung", so der SP-Wissenschaftssprecher.

Niederwieser vermutet, "dass Unternehmen, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung mit ihrem Schrei nach mehr IT-Fachkräften seit längerem die Strategie verfolgen, durch einen Fachkräfte-Überschuss innerhalb der IT-Branche eine Lohnsenkung zu bewirken". Die AMS-Zahlen bestätigen Niederwiesers Vermutung: Ende Februar 2001 waren 861 EDV-TechnikerInnen arbeitslos gemeldet. Mehr als die Hälfte dieser Arbeitssuchenden war unter 35 Jahren. (Schluss) ps/mm

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