Wirtschaft bietet Alternative zu Post-Geschäftsstellen

Handels-, Gewerbe- und Gastronomiebetriebe könnten die Aufgaben von Post-Geschäftsstellen in kleineren Orten übernehmen

Wien (PWK288) - Die geplante Post-Universaldienstverordnung, in
der die Mindest-Postdienstleistungen auch in kleineren Gemeinden festgelegt werden, muss zwar nach Ansicht der Wirtschaftskammer Österreich die Grundversorgung auch im ländlichen Raum gewährleisten, darf jedoch der Post AG nicht Lasten aufbürden, die dann durch hohe Gebühren und Preise bei den Postdienstleistungen von den Kunden bezahlt werden müssen. "Die Möglichkeit, dass die Funktion der Postämter verstärkt von anderen Betrieben, wie z.B. Nahversorgern, übernommen wird, soll stark ausgebaut werden," fordert Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich. Derzeit bereits bestehende Verträge zwischen der Post AG und Handels-, Gewerbe- und Gastronomiebetrieben sollten daher auf der Basis von Musterverträgen ausgebaut werden. "Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, lange Öffnungszeiten, zentrale Standorte und damit durch eine leichte Erreichbarkeit auch ohne Verkehrsmittel aus", unterstreicht Lemler.

Der Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, Roderich Regler, weist darauf hin, dass die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, wie Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen und Großbritannien, zeigen, wonach eine enge Kooperation der nationalen Postgesellschaften mit regionalen Partnern durch Auslagerungen der Postämter in Verbindung mit gleichzeitigen Schulungen des Personals und technischer Unterstützung durch die Post die flächendeckende Versorgung zu kostendeckenden Preisen gewährleistet.

Bei den Öffnungszeiten wäre jedenfalls auf die tatsächliche Inanspruchnahme durch die Kunden Bedacht zu nehmen. "Damit wäre sowohl die Wirtschaftlichkeit des Postbetriebes als auch eine ausreichende Versorgung mit Postdienstleistungen sichergestellt", betont Regler abschließend. (RH)

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