Grüne zur Volkszählung 2001: unnötig, unwürdig, unsinnig

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch der Grünen setzte sich am Mittwoch GR Jutta Sander kritisch mit der Volkszählung 2001 auseinander. Diese sei unnötig, unwürdig und unsinnig.

Mit unglaublichen Methoden würden Menschen überredet, den Wohnsitz in die Gemeinde zu verlegen. Unter anderem biete Eisenstadt eine Saisonkarte für das Freibad und Gutscheine für 20 Taxifahrten, Bischofshofen zahle bar 5.000 Schilling. Zur Begründung, die Volkszählung diene zur Festlegung der Mandatsverteilung und des Finanzausgleichs, meinte Sander, diese Daten könnten auch durch statistische Auswertung der Datenbestände der Sozialversicherungsträger und der Wählerevidenz ermittelt werden. Es bestehe die Gefahr, dass bei der Datenlegung polizeistaatliche Methoden gegen unbescholtene Bürger angewendet werden. Wie Sander sagte, würden die Zählpapiere nach der Übernahme durch Abgleich mit der gemeindeinternen EDV kontrolliert und ausgebessert.

Die Grünen raten ein "phantasievolles Ausfüllen der Fragebogen", keine Angaben über Religionsbekenntnis und Umgangssprache zu machen. Die Fragebögen sollten per Post retourniert werden. Obwohl es 1991 bei boykottähnlichen Maßnahmen zu keiner Einleitung von Strafmaßnahmen gekommen ist, empfehlen die Grünen, die Personalblätter auszufüllen, da die gesetzlichen Strafandrohungen weiter aufrecht sind. (Schluss) ull/vo

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