Prammer zu Kindergeld: Haarsträubender Zynismus und Chaos

Wien (SK) Bezüglich der heute im ORF-Morgenjournal dargestellten Details zum Kindergeld-Gesetz sprach SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer von "haarsträubendem Zynismus und Chaos." Konkret beanstandete Prammer die vom Büro Bartenstein in Abrede gestellte Regelung eines zeitlichen 13 Wochen Limits, um neben der Karenzierung dazu verdienen zu können. "Womit vor den Wahlen den Frauen und Familien der Mund wässrig gemacht wurde, entpuppt sich mehr und mehr als reiner Etiketten-Schwindel", fasste Prammer ihre Kritik an dieser Regelung zusammen und befürchtet eine "Verunmöglichung" der Teilzeitkarenz. ****

"Ich frage mich, von welchen Einkommensverhältnissen diese Regierung ausgeht, wenn sie der Meinung ist, dass die durchschnittliche Jungfamilie in der Lage ist, innerhalb von drei Monaten 200.000 Schilling zu verdienen", monierte Prammer und bezeichnete diesen Punkt im Vorentwurf als "völlig an der Realität vorbei angedacht. Das würde bedeuten, dass die Frauen die restlichen Wochen im Jahr nicht arbeiten dürfen. Wie soll da eine Teilzeitarbeit möglich sein?"

Die immer wieder neuen Details zu dem Entwurf aus den Ministerbüros von Bartenstein und Haupt, sowie die nicht enden wollenden unterschiedlichsten kritischen Stimmen zum Entwurf aus den Reihen der Regierungsparteien zeigen für Prammer "nur zu deutlich, dass diese Regierung mit dem Gesetzesentwurf zum Kindergeld völlig überfordert ist. Es wäre ratsam, wenn sich die beiden zuständigen Minister erst bei einem Arbeitstreffen über die nötigen Details einigen würden, und dann in die Öffentlichkeit gehen, statt den Frauen eine immer neue Nepp-Variante aufzutischen", erklärte Prammer abschließend. (Schluss) se/mp

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