DER STANDARD-Bericht: "Für die Wirtschaft kommt das Kindergeld zu teuer - Neue Leistungen für Industriellenvereinigung "schwer nachvollziehbar" - Erscheinungstag 18.4.2001

Wien (OTS) - In Wirtschafts- und Finanzkreisen der ÖVP wächst die Skepsis an der Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit des 16 Milliarden Schilling teuren Kindergeldes. Angesichts der Budgetsituation und des strikten Sparkurses der Regierung seien neue Leistungen "nur schwer nachvollziehbar", kritisiert der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz.

Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl teilt die Meinung des steirischen VP-Finanzlandesrates Herbert Paierl, wonach anstelle des Kindergeldes "anderes vorstellbar wäre". Paierl hätte das Geld "lieber in Bildung, Forschung und Entwicklung" einfließen gesehen.

Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber mahnt zur Vorsicht sowohl beim Kindergeld als auch bei der Steuerreform. Dies alles sei nur dann machbar, wenn die konjunkturellen Rahmenbedingungen und die Einnahmen etwa durch die Verwaltungsreform stimmen. Sausgruber hält es aber kaum für denkbar, dass etwa durch die Verwaltungsreform "sofort etliche Milliarden hereinkommen". Der Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerflügels, ÖAAB-Chef Werner Fasslabend, hat Dienstag bekräftigt, beim Kindergeld seien 24 Monate Kündigungsschutz "allein nicht genug". Die alte Forderung nach 30 Monaten Kündigungsschutz, die Sozialminister Herbert Haupt (FPÖ) vertritt, weicht er jedoch auf und nennt "alternativ adäquate Maßnahmen", die Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen. Fasslabend:
"Man soll das Kindergeld nicht mit Kleinigkeiten verwässern." (red) Seite 7

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